Die ersten Ergebnisse der „Comparison of Amlodipine vs Enalapril to Limit Occurrences of Thrombosis (CAMELOT)“-Studie wurden zwar schon 2004 publiziert, doch jetzt gibt es neue Daten aus Subanalysen, die in diesen Tagen auf dem Jahreskongress „American Society of Hypertension 2007 Scientific Sessions“ vorgestellt wurden.

An dieser Studie nahmen 1.991 Patienten teil, die alle an KHK litten, aber normalen Blutdruck hatten. 24 Monate lang wurden sie mit 10mg Amlodipin oder 20mg Enalapril beziehungsweise Placebo behandelt. Primärer Endpunkt war ein unerwünschtes kardiovaskuläres Ereignis.

Unter Amlodipin sank der Blutdruck um durchschnittlich 5/3 mmHg im Vergleich zu Placebo und das relative Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses sank um 31 Prozent. Deutlich schlechter die Werte unter Enalapril: Auch dieser Wirkstoff senkte zwar den Blutdruck um durchschnittlich 5/2mmHg, aber das relative Risiko nur um 15.3 Prozent. Dies war im Vergleich zu Placebo nicht signifikant.

Interessanterweise war das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse auch abhängig vom Body Mass Index (BMI). Das höchste Risiko hatten Normalgewichtige (BMI kleiner 25kg/m2) und stark Übergewichtige (BMI größer 30kg/m2). Bei den leicht Übergewichtigen mit einem BMI zwischen 25 und 30kg/m2 war das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse relativ gering. Dieses Ergebnis ist paradox. Es legt nahe, dass leichtes Übergewicht einen gewissen kardioprotektiven Effekt hat, was durch frühere Studien gestützt wird.

Amlodipin hatte bei stark Übergewichtigen den höchsten Nutzen in Bezug auf die Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse. Enalapril dagegen wirkte völlig unabhängig vom BMI des Patienten.

MEDICA.de; Quelle: American Society of Hypertension 2007 Scientific Sessions Poster-66