18/10/2011

Philips Healthcare

Philips bietet innovative Lösungen für Patientenüberwachung

Weniger Zwischenfälle auf Normalstation: Philips bietet innovative Lösungen für Patientenüberwachung

Hamburg - Aufgrund des Kostendrucks im Gesundheitswesen und des veränderten medizinisch-therapeutischen Ansatzes werden Intensiv-Patienten heute tendenziell immer früher auf die Normalstation verlegt. Die Folge: Das Pflegepersonal ist zunehmend mit kränkeren Patienten konfrontiert, und Schätzungen zufolge treten sogar 40 Prozent aller unerwarteten Todesfälle auf Normalstationen auf.



Mit der Markteinführung innovativer Systeme adressiert Philips nun den wachsenden Bedarf von Krankenhäusern, den Gesundheitszustand von Patienten auch außerhalb der Intensivstation genauer zu beobachten. Die „IntelliVue Guardian Solution“ bietet Krankenhäusern ab sofort ein umfassendes Lösungsspektrum für eine bedarfsgerechte Patientenüberwachung. Diese kann flexibel auf die Erfordernisse angepasst werden, die – je nach Gesundheitszustand – für den einzelnen Patienten bestehen. Das ermöglicht es weltweit, erstmals eine Überwachung für bis zu 60 Prozent der Betten in Krankenhäusern zu realisieren, für die bisher keine passenden Lösungen verfügbar waren.



„Die jüngsten Entwicklungen erfordern bei vielen Patienten außerhalb der Intensivstation eine engmaschigere Überwachung“, erklärt Dr. Christian Peter Subbe, Spezialist für Innere- und Notfallmedizin, Wrexham Maelor Hospital, Wales, UK. „Die heute üblichen manuellen Überwachungsverfahren sind oft nicht mehr ausreichend und das Pflegepersonal ist zunehmend überlastet. Obwohl Warnsignale sich meistens schon sehr früh zeigen, werden kritische Veränderungen im Gesundheitszustand des Patienten nicht immer rechtzeitig erkannt. Intelligente Überwachungs- und Frühwarnlösungen können dabei helfen, bereits frühzeitig klinische Maßnahmen zu ergreifen, um kritische Situationen von vornherein zu vermeiden und damit maßgeblich die Sicherheit für die Patienten zu erhöhen.“



„Mit den neuen Lösungen erweitern wir unser Portfolio, um den veränderten Bedingungen im Krankenhaus gerecht zu werden und unterstreichen unseren Anspruch als führender Anbieter für Patientenüberwachungslösungen“, erläutert Andreas Bindszus, Marketing Direktor für General Care bei Philips Healthcare. „Die Lösungen sind ein Meilenstein in der Patientenüberwachung und helfen, klinische Abläufe zu vereinfachen und die Qualität der Patientenpflege zu verbessern. Die Effizienz im Gesundheitssystem wird insgesamt erhöht.“



Neue, bedarfsgerechte Patientenüberwachung verbessert Pflegequalität



Der neue tragbare IntelliVue MP5SC Spot-Check Monitor, der weltweit erste mit Frühwarnsystem (Early Warning Scoring), unterstützt das Pflegepersonal im Rahmen der routinemäßigen Messung der Vitaldaten wie Herzrythmus, Blutdruck (NiBP) sowie Puls und Sauerstoffsättigung (SpO2). Diese Messungen werden üblicherweise auf Station alle vier oder oft auch nur alle acht Stunden am Patienten durchgeführt. Der Monitor gleicht die Vitaldaten des Patienten automatisch mit definierten Sollwerten ab und warnt nach einem Ampelsystem, wenn ein Patient besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Die bisher übliche manuelle Datenerfassung und der Abgleich sowie die damit verbundenen Fehlerquellen entfallen. Ein standardisiertes Aufzeichnungsverfahren hilft kritische Veränderungen früher und zuverlässiger zu erkennen. Das dient dem Wohl des Patienten – und bietet Kostenvorteile für das Krankenhaus, weil es ein frühzeitiges Eingreifen ermöglicht und hilft Rücküberweisungen auf die Intensivstation zu vermeiden.



Mit neuen kabellosen Sensoren – den IntelliVue Cableless Measurements – die von Risiko-Patienten dauerhaft getragen werden können, werden bei Bedarf auch regelmäßig Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung automatisch erfasst um mögliche Zustandsverschlechterungen beim Patienten früher als in vier oder acht Stunden Abständen zu erkennen. Der Patient hat den Vorteil, dass er durch die kabellosen Sensoren in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt ist und dennoch lückenlos überwacht werden kann: während der Physiotherapie, dem Spaziergang auf dem Flur und in der Nacht, wenn auf Station das ohnehin schon stark ausgelastete Pflegepersonal noch weiter reduziert ist.

Aber auch in kardiologischen Abteilungen wo bereits heute die Herzfunktion vieler Patienten fernüberwacht wird (Telemetrie) kann nun mit Hilfe dieser kabellosen Sensoren die reine Überwachung des EKGs durch die unkomplizierte, kabellose Kontrolle von Blutdruck und Sauerstoffsättigung erweitert werden.



Durch die Integration in die bestehende WLAN-Infrastruktur des jeweiligen Krankenhauses ist eine solche Lösung kostengünstig realisierbar. Selbstverständlich werden dabei alle heute gängigen Methoden der verschlüsselten Datenübertragung eingesetzt, um den Patientendatenschutz sicherzustellen. Über die neu entwickelte „Guardian Software“ können die Vitaldaten aller Patienten auf jedem beliebigen vom Krankenhaus dafür vorgesehenen PC dargestellt werden. Sollte sich der Gesundheitszustand eines Patienten verschlechtern kann per Software ein automatisches Pager-Signal („Piepser“) ausgelöst werden, um Pflegepersonal oder Arzt zu verständigen.

Die wachsende Bedeutung einer entsprechenden Lösung unterstreichen aktuelle Studien: danach kommt es – je nach Untersuchung – bei 4 bis 17 Prozent der Patienten auf Normalstation zu einer kritischen Situation, die nicht immer rechtzeitg erkannt wird1. „In Groß Britannien hat man bereits Ende der 90er Jahre krankenhausinterne Notfall-Teams geschaffen, die eingreifen, wenn sich der Zustand eines Patienten außerhalb der Intensivstation krisenhaft verschlechtert. Viele Studien bei uns und auch in anderen Ländern, wie z. B. den USA, Skandinavien oder Australien belegen, dass sich durch den Einsatz dieser Notfall-Teams die Mortalitäts- und Morbiditätsrate deutlich verringern lässt, erläutert Dr. Subbe. Automatische Frühwarnsysteme, wie sie die neuen Philips-Lösungen nun bieten, können solche Strukturen optimal unterstützen und die Effizienz der so genannten „Rapid Response Teams" noch einmal deutlich steigern - auch in Deutschland.“