Dies lässt sich aus einer zum Jahresende veröffentlichten Mitgliederbefragung des Verbands der Diagnostica-Industrie (VDGH) ablesen. Rund 76 Prozent der Unternehmen rechnen im Jahr 2005 mit wachsenden Umsätzen, etwa die Hälfte davon sogar mit stark anziehenden Geschäften. Im Jahr 2004 hat die Branche ihren Umsatz in Deutschland nach vorläufigen Zahlen um 1,7 Prozent auf 1,815 Milliarden Euro steigern können.

VDGH-Geschäftsführer Dierk Meyer-Lüerßen führt die Zuversicht auf die erhöhte Planungssicherheit in den nächsten beiden Jahren zurück: "Eine Gesundheitsreform steht bis zur Wahl nicht an. Unsere Firmen können sich auf die Versorgung des Gesundheitswesens mit neuen Testverfahren konzentrieren und die Öffentlichkeit über neue Vorsorgetests informieren. Dies ist gut für das Gesundheitswesen, die Firmen und gut für die Arbeitsplätze."

Immerhin will knapp die Hälfte aller befragten Unternehmen im neuen Jahr ihr Personal teilweise deutlich aufstocken, ein gutes Drittel den Personalstand halten.

Die positive Einschätzung ermutigt die Unternehmen zu verstärkten Investitionen: 57 Prozent der Firmen geben an, ihre Investitionen steigern zu wollen, die Übrigen wollen sie auf bisherigem Stand halten. Ähnliches gilt auch für die Forschung: Ein gutes Drittel der Firmen, die in Deutschland Forschungseinrichtungen betreiben, will mehr Geld in die Forschung stecken. Nur vereinzelt werden Etats gekürzt.

Laut Meyer-Lüerßen schlage das neue Krankenhaus-Abrechnungssystem erstmals auf die finanziellen Ergebnisse der Kliniken durch: "Um auf ihre Kosten zu kommen, müssen sie nicht nur die Haupterkrankung des Patienten erfassen, sondern auch die Nebendiagnosen. Und gut 60 Prozent der Nebenerkrankungen werden ausschließlich oder überwiegend durch Laborwerte entdeckt."

MEDICA.de; Quelle: Verband der Diagnostica-Industrie e. V.