Ihre engen Beziehungen zu Deutschland hat Michelle Bachelet durch ihr Exil in der Deutschen Demokratischen Republik geknüpft. Sie hat in Berlin geheiratet und eines ihrer Kinder in Leipzig zur Welt gebracht. An der Charité studierte sie in den 70er Jahren Medizin und beendete das Studium später in Chile.

Michelle Bachelet hat international herausragende Leistungen in der Epidemiologie, Public Health, Kinderheilkunde, Krankheitsprävention, bei Impfungen und in der Gesundheitsvorsorge aufzuweisen. Ihr Engagement galt dabei immer ganz besonders den sozial schwächeren Bevölkerungsschichten. In ihrer Zeit im Widerstand gegen das diktatorische Regime in Chile hat sie in verschiedenen Hilfsorganisationen maßgeblich an der Verbesserung der Gesundheitsversorgung - insbesondere für traumatisierte Kinder - gearbeitet.

Nach Wiederherstellung der Demokratie im Jahr 1990 in Chile war sie an der Neugestaltung des öffentlichen Gesundheitssystems beteiligt. Entscheidend vorangebracht wurden dabei etwa Präventionsstrategien für Jugendliche in extremer Armut. Nach ihrer Ernennung zur Gesundheitsministerin vor sechs Jahren hat Michelle Bachelet das Gesundheitssystem in Chile grundlegend umstrukturiert.

Im Jahr 2006 wurde sie zur ersten Präsidentin der chilenischen Republik gewählt. Wie kaum ein anderer aktiver Politiker weltweit widmet sich Michelle Bachelet der öffentlichen Gesundheit. So setzte sie sich beispielsweise mit persönlichem Engagement vor allem für Ältere, Kinder und Jugendliche sowie die Ärmsten der Gesellschaft ein, für die das Programm "Chile Solidarno" Hilfe und Möglichkeiten der Reintegration bietet

MEDICA.de; Quelle: Charité-Universitätsmedizin Berlin