Präzise Methode zur Früh-Diagnostik entwickelt

Urologen helfen Neugeborenen mit
einer neuen Harnleiter-Früh-
Diagnostik; © Picture Disk

Die Fachzeitschrift „Nature Medicine“ veröffentlichte dazu im April einen einen Beitrag. "Der Nature-Artikel ist ein Beleg für den Stellenwert der Proteom-Diagnostik und ein Ausdruck für die Qualität unserer Forschungsarbeit", freut sich Professor Harald Mischak, Geschäftsführer der mosaiques diagnostics and therapeutics AG. Bei jedem hundertsten Kind werde vor oder nach der Geburt eine Verengung des Harnwegs festgestellt (Ureteropelvine Stenose).

Mit diesem Befund sei allerdings noch nicht eindeutig geklärt, ob ein operativer Eingriff notwendig sei oder ob die Fehlbildung ohne Einfluss auf die Nierenfunktion bleibe. Die Folge: Dem Befund schließe sich eine oft mehrere Monate dauernde, für Eltern und Kind quälend lange Wartezeit an. Mit dem neuen Messverfahren dagegen könne sofort über die weitere Behandlung entschieden werden, so die Hintergrundinformationen der Forscher.

Zusätzlicher Vorteil der neuen Technologie sei: Sie komme ohne die Verabreichung von Kontrastmitteln oder aufwändige Flüssigkeitsentnahmen mit Spritzen oder Narkose aus. Eine Urinprobe des Neugeborenen reiche aus. "Wir können durch die Messung von weit über 1.000 Proteinen feststellen, ob operiert werden muss oder nicht", erläutert Mischak. So sei es möglich, Organschädigungen zu verhindern und dem Baby die ersten Lebensmonate lebenswerter zu machen.

Bei der Methode die Proteine im Urin von Kranken und Gesunden verglichen und auf so genannten Diagnostik-Landkarten festgehalten. Mit speziellen Computer-Programmen werden typische Veränderungen bei Krankheiten festgestellt und Diagnose- sowie Therapievorschläge für den behandelnden Arzt ermittelt.

MEDICA.de; Quelle: Nature Medicine