Bei diesem neuartigen Gerät sind die bildliche Darstellung des zu bestrahlenden Gebietes und die präzise Therapie in einem Gerät integriert. Durch die Verbindung von Computertomographie (CT) und Beschleunigertechnik ergeben sich neue Wege für die räumliche Verteilung der strahlentherapeutischen Dosis. Diese gehen über die bisherigen Möglichkeiten der herkömmlichen Linearbeschleuniger weit hinausgehen.

"Dadurch können auch Tumoren, die mit bisherigen Bestrahlungstechniken aufgrund ihrer Form oder Lage nur schwer behandelbar waren, gezielt und effizient bestrahlt werden", erklärt Professor Dr. Dr. Jürgen Debus, Ärztlicher Direktor der Abteilung Radioonkologie und Strahlentherapie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Mit dem im Tomotherapie-System integrierten CT kann vor jeder Bestrahlung die genaue Lage des Tumors ermittelt und sicher gestellt werden, dass die Behandlung mit größter Präzision erfolgt. Zusätzlich kann die Strahlenbelastung für die gesunden Organe verringert werden, so dass mit weniger strahlenbedingten Nebenwirkungen zu rechnen ist.

Neben dem klinischen Einsatz des Verfahrens der Tomotherapie bei Patienten mit bösartigen Erkrankungen finden am Universitätsklinikum Heidelberg weitere Forschungsarbeiten zur Optimierung des Behandlungsverfahren statt.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg