17/11/2005

InterComponentWare AG

Praxisbeispiel: Wie funktioniert die Vernetzung von Krankenhäusern?

Bei einer Vorsorgeuntersuchung ertastet die Gynäkologin von Anne Neumann einen Knoten in deren rechter Brust, den sie mit Ultraschall näher untersucht. Zur weiteren Abklärung des Verdachts auf Brustkrebs stellt die Ärztin Kopien der Ultraschallaufnahmen in die LifeSensor Gesundheitsakte von Frau Neumann und überweist sie für eine Mammographie an einen Radiologen.

Die Mammographie kann die Verdachtsdiagnose nicht sicher ausschließen. Daher werden Bild und Befund in die Gesundheitsakte kopiert und die Patientin an die Gynäkologin zurück überwiesen. Für die weitere Aufklärung soll eine offene Biopsie durchgeführt werden, wofür Frau Neumann in die Christophorus-Klinik eingewiesen wird.

In der Aufnahme der Klinik werden die Patienten-Stammdaten von Frau Neumann in das Krankenhaus-Informationssystem (KIS) eingegeben. Der ICW Master Patienten Index (MPI) vergleicht diese Informationen mit den im Klinikverbund vorhandenen Daten. Dabei stellt das Programm fest, dass eine Frau Neumann mit gleichem Vornamen, Geburtsdatum, aber anderer Adresse schon einmal in einem anderen Haus der Gruppe behandelt wurde. Auf Nachfrage erfährt die Patientenverwaltung der Klinik von Frau Neumann, dass sie vergangenes Jahr umgezogen ist. Nun werden die bei ihrem ersten Krankenhaus-Aufenthalt gespeicherten Daten ihrer virtuellen Patientenakte zugeordnet. So ist der behandelnde Arzt sofort über ihre damals entdeckte Narkosemittel-Unverträglichkeit informiert.

Anschließend werden die in der elektronischen Gesundheitsakte LifeSensor gespeicherten Daten in die virtuelle Patientenakte übertragen. Damit liegen dem Krankenhaus-Arzt sofort die Überweisungsbriefe und Untersuchungsergebnisse der Gynäkologin und des Radiologen digital vor.

Die Biopsie des verdächtigen Knotens ergibt, dass es sich um ein gutartiges Geschwulst handelt. Frau Neumann wird vom Krankenhaus an Ihre Gynäkologin zurück überwiesen. Diese findet den Entlassungsbrief und die Diagnose sofort in der Gesundheitsakte von Frau Neumann und kann die Behandlung ohne Zeitverzug fortsetzen.