Preise für Hamburger Wissenschaftler

Dr. Thomas Rostock, Klinik für Kardiologie, hat von der "Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung" den Woldemar-Mobitz- Forschungspreis erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für eine Arbeit zur häufigsten Herzrhythmusstörung, dem Vorhofflimmern, verliehen.

Rostock hatte entdeckt, dass die elektrischen Eigenschaften der Lungenvenen schon nach erstmaligem, kurz anhaltendem Vorhofflimmern so verändert sind wie bei Patienten mit langjährigem Vorhofflimmern. Aus den Forschungsergebnissen könnten sich neue Therapieansätze ergeben.

Darüber hinaus hat Dr. Stephan Baldus, Klinik für Kardiologie, von der "Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung" den Albert-Fraenkel-Preis erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für seine Arbeiten zur Entstehung akuter Erkrankungen der Herzkranzgefäße verliehen.

Er hatte entdeckt, dass bei solchen Vorformen des Herzinfarkts die sogenannten neutrophilen Granulozyten aktiviert sind, die größte Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Baldus konnte zeigen, dass ein von den neutrophilen Granulozyten abgegebenes Enzym an die Blutgefäße bindet und durch den Abbau von Stickstoffmonoxid die Gefäßfunktion verschlechtert. Die Konzentration dieses Enzyms im Blut kann daher bei Patienten mit akuten Erkrankungen der Herzkranzgefäße das Risiko für einen Herzinfarkt anzeigen.

Außerdem hat Dr. Robert Cesnjevar, Klinik für Kinderherzchirurgie, den Ernst-Derra-Preis 2008 der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie erhalten. Die Auszeichnung im Bereich der Herzchirurgie wurde ihm für die Entwicklung einer sichereren und für den Patienten weniger belastenden Methode zur Aortenbogenoperation bei Kindern verliehen.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf