Das zeigte die MedInform-Veranstaltung "Ausschreibungen, Festbeträge und Vertragspreise: die neuen Preise für Hilfsmittel" am 7. April in Mainz auf. Weiterer Konsens herrschte darüber, dass der Dialog zwischen Krankenkassen, Leistungserbringern und Herstellern unbedingt fortgesetzt werden muss.

Die Preisspirale in der Versorgung mit Hilfsmitteln werde weiter nach unten gedreht, obwohl Qualitätsaspekte stärker in den Vordergrund treten müssten, sagte BIV-Präsident Hans Udo Kersting vor 80 Teilnehmern von Krankenkassen, Leistungserbringern und Industrie.

BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt plädierte dafür, dass die offene und partnerschaftliche Dialogkultur zwischen Krankenkassen und Unternehmen fortgesetzt werde, so wie sie in der Anhörungsphase zu den bundesweiten Festbeträgen begann.

"Wir müssen den Dialog mit den Krankenkassen weiter intensivieren, um auch in Zukunft ein hohes Versorgungsniveau für die Patienten zu gewährleisten." Denn die Herausforderungen im Markt würden durch die knappen GKV-Finanzen bei weiter steigender Nachfrage nach Hilfsmitteln bleiben.

Ob dabei Vertragspreise, Festbeträge oder Pauschalen sinnvoll seien, könne nicht generell beantwortet werden. "Man muss mit der Ausgestaltung des Preis- und Qualitätswettbewerbs in den einzelnen Versorgungsbereichen individuell umgehen", so Schmitt.

Hintergrund der Konferenz war, dass sich der Hilfsmittelmarkt durch die Gesundheitsreform 2004 im Umbruch befindet. Mit der Änderung der Vertragssystematik zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern hat die Reform insbesondere den Preiswettbewerb angekurbelt. Ausschreibungen, Festbeträge und Vertragspreise sind die zentralen Begriffe, mit denen sich die Branche seit mehr als einem Jahr beschäftigt.

MEDICA.de; Quelle: Bundesverband Medizintechnologie e.V.