Der Trend zur Globalisierung zwingt kleine und mittlere Unternehmen zur Verbesserung ihrer Kostenstrukturen, wenn sie einen Zuwachs auf dem internationalen Markt erreichen wollen. Begrenzte Kapazitäten in Planung und Umsetzung sowie methodische Defizite führen jedoch in der Praxis oft dazu, dass bei der Suche nach einem geeigneten Standort und beim Aufbau der Produktion Chancen ungenutzt bleiben und Risiken falsch bewertet werden.

Gerade im Hinblick auf ein Land von der Größe Chinas wird häufig der Aufwand eines Produktionsaufbaus drastisch unterschätzt. Dieser übersteigt rasch die verfügbaren Ressourcen kleiner und mittlerer Unternehmen. Das führt dann dazu, dass die Anlaufphase erheblich länger dauern kann und teurer wird. Im schlimmsten Fall muss das Projekt abgebrochen werden.

In dem auf zwei Jahre angelegten Forschungsvorhaben der Fachhochschule Kiel soll deshalb untersucht werden, was den Planungsaufwand für Standortverlagerung und anschließende Betreuung der Anlaufphase beeinflussen kann und welche Planungssystematik daraus abgeleitet werden kann. Schon realisierte Projekte von 50 in China tätigen deutschen Unternehmen der Automobilindustrie, der Elektrotechnik und des Maschinenbaus sollen empirisch untersucht werden.

Ziel ist ein Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen, damit diese beim Aufbau einer qualitätsfähigen Produktion in China systematisch vorgehen können.

MEDICA.de; Quelle: Fachhochschule Kiel