Professor Ralf Küppers für Krebsforschung geehrt

Der Hamburger Gastronom Wilhelm Warner hatte 1961 kurz vor seinem Tode eine Stiftung eingerichtet, die jährlich einen Preis an namhafte Wissenschaftler der Krebsforschung verleiht. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert.

Prof. Dr. Ralf Küppers studierte zwischen 1983 und 1989 Biologie an der Universität Köln. Nach Abschluss des Biologiestudiums verbrachte er fünf Jahre im Rahmen eines Promotionsstudiums im Institut für Genetik von Prof. Dr. Klaus Rajewsky. Im Mittelpunkt seines Forschungsinteresses stand die Klärung der Genese der so genannten Hodgkin-Zelle.

Zusammen mit der Arbeitsgruppe um Professor Rajewsky gelang es Küppers, die Herkunft der Hodgkin-Zelle zu identifizieren; an diesem Thema war jahrzehntelang zuvor vergeblich gearbeitet worden. Ab 1995 wurde Küppers Gruppenleiter am Institut für Genetik in Köln. Aufgrund seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen erhielt er ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

1999 konnte er sich habilitieren. Zwischen November 2000 und Mai 2001 verbrachte er einen Forschungsaufenthalt an der Columbia Universität in New York. Danach kehrte er nach Köln zurück. Im Herbst 2003 wurde er auf den Lehrstuhl für Zellbiologie (Tumorforschung) der Universität Essen berufen. Dort nahm er seine Tätigkeit im Januar 2004 auf.

Seine aktuellen Forschungsthemen beinhalten die normale Entwicklung von B-Zellen, die Biologie des Epstein-Barr-Virus sowie die Biologie des Hodgkin-Lymphoms.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf