Das zeigt eine Übersichtsarbeit zu Daten des „Surveillance, Epidemiology and End Results (SEER)“-Programms. Demnach hat sich zwischen dem Jahre 1990 und 2004 die Fünf-Jahres-Überlebensrate von 50,4 auf 66,8 Prozent verbessert. Deutlich ist auch die Steigerung bei der Zehn-Jahres-Überlebensrate im gleichen Zeitraum: von 39,4 Prozent auf 56,3 Prozent.

Dieses erfreuliche Ergebnis kommt offenbar allen Patienten zugute: egal welchen Alters und Geschlechts und unabhängig von der Schwere der Erkrankung. Allerdings gibt es bestimmte Patientengruppen, die besonders stark profitieren. So konnte man bei Patienten unter 45 Jahre die Prognose besonders eindrucksvoll verbessern. Aber es gibt einen deutlichen Unterschied in Bezug auf den ethnischen Hintergrund: Farbige Patienten profitieren erstaunlicherweise weniger von der Prognoseverbesserung als weiße Patienten. Vor allem jüngere farbige Patienten zeigten deutlich geringere Verbesserungen in der Prognose. Diese Differenz scheint sich mit dem Alter zu vergrößern und ist bei Patienten über 75 Jahre besonders groß.

Im Gegensatz zu anderen malignen Erkrankungen kommen die Fortschritte der Medizin in Bezug auf das Non-Hodgkin-Lymphom auch älteren Patienten zugute. Sie profitieren ebenso wie jüngere Patienten.

Im Wesentlichen sind zwei Faktoren für diesen Fortschritt verantwortlich: Die Therapieoptionen sind heute deutlich besser als früher, als es noch keine Antikörpertherapie mit Rituximab gab. Rituximab kann vor allem in Verbindung mit Chemotherapie seine Vorteile ausspielen. Es kommt ein weiterer Faktor hinzu: Heute tritt ein Non-Hodgkin-Lymphom deutlich seltener als früher in Verbindung mit einer HIV-Infektion auf. Dass man eine HIV-Infektion heute mit hochaktiver antiretroviraler Therapie behandeln kann, hat die Prognose von Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphomen verbessert.

MEDICA.de; Quelle: Archives of Internal Medicine 2008, Vol. 168, S. 469-476