Ausgehend von einem ganzheitlichen medizinischen Ansatz werden dabei sowohl die krankheitsspezifischen Probleme des Patienten als auch seine gesundheitsfördernden Ressourcen berücksichtigt.

Das neue Rehabilitationsprogramm bietet eine strukturierte, multidisziplinäre Diagnostik (Assessment), spezifische Therapien für Myelompatienten sowie diagnoseübergreifende Therapieangebote. Neben der etablierten Rehabilitationsdiagnostik liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der individuellen Erfassung im Bereich der Physiotherapie, Psychoonkologie und Neuropsychologie.

Zu den myelomspezifischen Therapieelementen gehören Informations- und Gesprächsangebote rund um das Thema Multiples Myelom. Für Patienten, bei denen die erhöhte Gefahr von Knochenbrüchen besteht, wurde eine onkologisch-orthopädische Konferenz eingerichtet, an der ein in der Rehabilitation erfahrener Orthopäde, ein Orthopädietechniker, ein Physiotherapeut und der behandelnde Arzt teilnehmen. Ziel dieser interdisziplinären Zusammenarbeit ist eine möglichst optimale orthopädische Versorgung, die den Blick nicht nur auf die Muskeln und Knochen des Patienten lenkt, sondern auch dessen individuellen Lebensstil und die individuellen Lebensbedingungen berücksichtigt.

Die therapeutischen Möglichkeiten können heute gezielter an die individuelle Erkrankungssituation angepasst werden. Zum einen gibt es neue medikamentöse Behandlungsansätze, zum anderen konnte gezeigt werden, dass für einen Teil der Erkrankten durch eine Intensivierung der Therapie unter Einsatz von Blutstammzellen die Lebensqualität und die Lebenserwartung deutlich gesteigert werden kann.

MEDICA.de; Quelle: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg