Verschiedene kleinere Studien haben gezeigt, dass Patienten mit rheumatoider Arthritis wahrscheinlich von körperlichen Übungen profitieren. Auch die Alltagsaktivitäten sind dann besser zu bewältigen.

Nun sollten diese ermutigenden Ergebnisse in einer größeren Studie untermauert werden. Dabei setzten Wissenschaftler ein spezielles Übungsprogramm unter dem Namen PACE (People with Arthritis Can Exercise) ein. Dabei handelt es sich um ein Übungsprogramm, das bereits 1987 von der „Arthritis Foundation” erarbeitet wurde. Im Rahmen dieses achtwöchigen Programms üben die Beteiligten zwei Mal pro Woche und absolvieren dabei bestimmte Übungsmuster, die auf die rheumatoide Arthritis abgestimmt sind.

Die aktuelle Studie hat nun untersucht, wie PACE sich auf verschiedene Arthritis-Parameter auswirkte. 346 Personen nahmen daran teil. Randomisiert wurden sie gebeten, an dem achtwöchigen Programm teilzunehmen oder sie dienten als Kontrollgruppe. Zu Beginn der Studie und nach acht Wochen untersuchte man die Probanden und bat sie, in einem Fragebogen Auskunft zu verschiedenen Fragen zu geben.

Probanden der Interventionsgruppe berichteten, dass sich ihre Schmerzen und Beschwerden nach acht Wochen deutlich im Vergleich zum vorherigen Zustand gebessert haben. Auch die Beweglichkeit steigerte sich signifikant. Nicht zuletzt berichteten die Probanden auch über psychosoziale Auswirkungen des Übungsprogramms: Ihre Fähigkeit, die rheumatoide Arthritis im Alltag zu meistern, war besser geworden.

Allerdings verschlechtern sich einige Beschwerden wieder, wenn das Programm beendet ist. Eine Untersuchung sechs Monate nach Studienbeginn zeigte, dass die Beweglichkeit und die Fähigkeit zum Selbstmanagement wieder nahezu den Ausgangswert erreicht hatte, wenn die Probanden nicht weiter übten.

MEDICA.de; Quelle: Arthritis Care & Research 2008, Vol. 59, S. 92-101