Dies belegen Untersuchungen von Dr. Christine Graf von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Im Rahmen des 112. Internistenkongresses verlieh die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) der Wissenschaftlerin für Ihre Studien den Präventionspreis. Stifter des Preises ist der Internist und Kardiologe Professor Dr. med. Dieter Klaus, Dortmund.

Ziel der Arbeit war es herauszufinden, was das Bewegungs- und Ernährungsverhalten von Kindern verbessert. Denn Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes mellitus stellen bereits im Kindesalter bedeutende Risiken für Gefäßerkrankungen im Erwachsenenalter dar. Dazu wertete Dr. Graf die Daten von 1.678 Grundschülern aus sieben deutschen Grundschulen hinsichtlich des Verhältnisses von Körpergewicht, Bauch- und Hüftumfang und Blutdruck aus. Die Leistungsfähigkeit der Kinder erfasste sie über einen sechsminütigen Dauerlauf. 17,8 Prozent der untersuchten Kinder waren übergewichtig und leistungsschwächer als normal- oder untergewichtige Kinder. Außerdem hatten diese Kinder einen höheren Blutdruck und erhöhten Bauch- und Hüftumfang.

40 übergewichtige Kinder nahmen daraufhin an einem 30-wöchigen Interventionsprogramm teil: Die Kinder kochten zwei Mal wöchentlich unter Anleitung und trieben 60 bis 90 Minuten Sport. Die Eltern konnten sich an Elternabenden über die Themen Medizinische Hintergründe, Ernährung, Verhaltensmodifikation und Familienangebote informieren. Nach neun Monaten zeigte sich, dass die übergewichtigen Kinder mithilfe des Interventionsprogramms weniger an Gewicht zunahmen, als Kinder ohne Begleitprogramm. Darüber hinaus senkte das Programm den Blutdruck und verbesserte die Ausdauerleistung.

MEDICA.de; Quelle: 112. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin