Unspezifische Symptome werden zunehmend durch nicht invasive neuroradiologische Verfahren untersucht. Dabei finden die Ärzte auch immer öfter Anomalien als Zufallsbefund, nach denen sie eigentlich gar nicht gesucht haben. Bei einem Kernspintomographie-Screening hat man zum Beispiel bei 1,8 Prozent der Bevölkerung nicht rupturierte intrakranielle Aneurysmen gefunden.

Auch in der Universitätsklinik Frankfurt werden bei neuroradiologischen Untersuchungen gelegentlich solche nicht rupturierte Aneurysmen gefunden und seit Juni 1999 in einer speziellen Datenbank gesammelt. In einer Studie haben Ärzte am Klinikum der Universität Frankfurt nun die klinischen und angiographischen Ergebnisse solcher Patienten mit einem nicht rupturierten intrakraniellen Aneurysma untersucht.

126 solcher Patienten wurden mikrochirurgisch und 74 Patienten endovaskulär behandelt. Bei fünf Prozent der Betroffen traten dabei neurologische Defizite auf, die zumeist vorüber gehend waren. Kein Patient starb durch die Behandlung. Bei 124 (98,4 Prozent) der mikrochirurgisch behandelten und 73 (98,6 Prozent) der endovaskulär behandelten Fälle konnten die Ärzte ein sehr gutes bis gutes Behandlungsergebnis erzielen. Nur drei Patienten (1,5 Prozent) hatten ein unbefriedigendes Ergebnis. In 98 Prozent der Fälle gelang es, das Aneurysma vollständig oder fast vollständig auszuschalten. Allerdings musste man bei sieben Patienten, die endovaskulär behandelt worden waren, ein zweites Mal eingreifen, weil sich das Aneurysma rekanalisiert hatte.

Generell sollte die Behandlung solcher Aneurysmen nur nach interdisziplinärer Beratung in spezialisierten Zentren durchgeführt werden, schreiben die Studienautoren.

MEDICA.de; Quelle: Deutsches Ärzteblatt