Dies bestätigte die Studie Equality 1, deren Ergebnisse auf der Jahrestagung der EASD (European Association for the Study of Diabetes) in Amsterdam vorgestellt wurden.

Die Equality 1-Studie wurde in 62 Diabetes-Zentren in Italien an insgesamt 1341 Patienten durchgeführt. Mit einer Insulinpumpentherapie (CSII-Therapie, kontinuierliche subkutane Insulininfusion) wurden 481 behandelt und 860 mit Insulininjektionen mit einer Spritze oder einem Insulin-Pen (intensified continuous insulin therapy: ICT).

Die Insulinpumpentherapie führte zu einer geringeren Anzahl von Hypoglykämie-Episoden und hatte dadurch einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität. Sogar Patienten mit komplexem und schwer zu kontrollierendem Diabetes waren mit einer Insulinpumpe zufriedener als mit mehrmals täglichen Injektionen.

Die Analyse ergab, dass die Unzufriedenheit der Patienten wegen Diabetes-spezifischer Ernährungseinschränkungen und Hypoglykämie-Episoden bei CSII-Patienten um 40 Prozent niedriger lag als bei ICT-Patienten. Außerdem war die Unzufriedenheit mit der Therapie an sich bei den CSII-Patienten um 70 Prozent geringer als bei den ICT-Patienten.

Experten bewerteten die Ergebnisse dieser Studie beim EADS-Kongress positiv. „Wenn Patienten eine Verbesserung ihrer Lebensqualität spüren, halten sie sich eher an die Therapie, was die langfristigen Komplikationen verringert“, erklärte etwa Nicoletta Sulli, M.D., Leiterin des Diabeteszentrums des Instituts für Pädiatrie an der Universität La Sapienza in Rom. „Dies ist besonders bei Kindern wichtig, die spontane Aktivitäten und unvorhersehbares Essverhalten, lange nächtliche Schlafmuster und eine höhere Sensitivität gegenüber Insulin zeigen.“

MEDICA.de; Quelle: European Association for the Study of Diabetes: EASD 43rd Annual Meeting