Q10 verrät einiges über Metastasen

Metastasenvorhersage dank Q10
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Bei Patienten mit Karzinomen der Brust, der Lungen, des Pankreas und der Haut (Malignes Melanom) hat man in verschiedenen Untersuchungen ungewöhnlich geringe Plasma-Spiegel von Coenzym Q10 (Q10) gefunden. Damit stellt sich die Frage, ob Q10 sich als Prädiktor von Metastasen bei bestimmten Karzinomarten eignet. Dies könnte zum Beispiel auch für das Melanom gelten.

In einer prospektiven Studie sollte nun untersucht werden, ob bei Patienten mit malignem Melanom mit Hilfe des Q10-Plasmaspiegels das Risiko von Metastasen und die Dauer eines metastasenfreien Intervalls vorausgesagt werden kann. 117 Patienten mit malignem Melanom ohne Zeichen oder Nachweise einer Metastase gemäß Kriterien des „American Joint Committee on Cancer criteria“ nahmen an der Studie teil. 125 Probanden ohne Zeichen von Pigmentläsionen dienten als gesunde Kontrollgruppe.

Es zeigte sich ganz deutlich, dass die Plasmaspiegel des Q10 bei den Patienten durchschnittlich niedriger sind als bei den Kontrollpersonen (p kleiner 0.0001). Innerhalb der Patientengruppe zeigten sich auch Unterschiede: Bei jenen, die innerhalb des Untersuchungszeitraums von siebeneinhalb Jahren Metastasen entwickelten, hatten geringere Q10-Spiegel als die metastasenfreien Patienten (p kleiner 0.0001). Patienten, deren Q10-Plasmaspiegel unter 0.6 mg/L liegt, haben ein 7,9-fach höheres Risiko, eine Metastase zu haben als Patienten mit höheren Q10-Plasmaspiegeln.

Patienten, deren Q10-Werte über der Schwelle von 0.6 mg/L liegen, haben zudem ein metastasenfreies Intervall von durchschnittlich 81.53 Monaten im Vergleich zu durchschnittlich 46.85 Monaten, wenn der Spiegel unter der genannten Schwelle liegt.

MEDICA.de; Quelle: Journal of the American Academy of Dermatology 2006, Vol. 54, S. 234-241