Qualität statt Ökonomie

Foto: Ärtzin im Beratungsgespräch

Ärzte sind dazu ausgebildet, mit
medizinischem Wissen zu heilen
und Patienten zu versorgen;
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Wodicka

Die eigentliche Aufgabe des Arztes - gleich welcher Couleur, als Fach- oder Hausarzt und in welchem Tätigkeitsfeld, sei es ambulant oder stationär – gilt der Versorgungsqualität des Patienten. „Hohe ärztliche Versorgungsqualität spart Kosten“, so Doktor Siegfried Götte, Präsident der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände.

Ärzte sind dazu ausgebildet, mit medizinischem Wissen zu heilen und Patienten zu versorgen. Das ist ihre Berufung und gesellschaftliche Verpflichtung. Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten oder ein Leben mit Erkrankungen erträglich zu gestalten, ist Aufgabe und Pflicht eines jeden Arztes. Ärzte wollen und müssen sich auf das konzentrieren, was sie gelernt haben – auf die bestmögliche medizinische Versorgung ihrer Patienten.

Stattdessen gelten für Ärzte in der ambulanten Versorgung wie im Krankenhaus Budgetierung, Honorarverknappung und unmäßiger Wettbewerb, aber auch Diffamierungen in der Öffentlichkeit. Eine alleinige ökonomische Betrachtung des Gesundheitswesens führt deshalb zu verzerrtem Wettbewerb und sinnlosem Gegeneinander aller Beteiligten. Damit kann man die Probleme der medizinischen Versorgung jedoch nicht lösen.

Eine weitere Bereinigung der Versorgungsleistungen durch Rationierung hat die Kostenverlagerung in andere Bereiche zur Folge. Solange sich die Ärzteschaft nicht aus der Klammer der Ökonomie und Dominanz der Kostenträger befreit, leiden flexible, leistungsbereite Strukturen der Medizin. Die Leidtragenden hierbei sind die Patient und die Gesellschaft.

MEDICA.de; Quelle: Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände