Qualität von MRT-Untersuchungen variiert

Foto: Magnetresonanztomograph

Die Interpretation von MRT-Auf-
nahmen ist häufig ein Problem;
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Die kardiale Magnet- resonanztomographie (MRT) ist eine der wichtigsten Untersuchungsmethoden, um sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit des Herzens bei Patienten mit angeborenem Herzfehler zu machen und den idealen Behandlungszeitpunkt zu finden.

Erfahrene Untersucher fertigten bei 32 Patienten mit Fallot'scher-Tetralogie und 23 Probanden nach Standardprotokollen Herz-MRT-Aufnahmen an und schickten diese zur Auswertung in das MRT-Core-Lab des Kompetenznetzes. "Die Messunterschiede liegen selbst bei sehr qualifizierten Untersuchern zum Teil bei 30 bis 40 Prozent", so der Projektleiter Doktor Philipp Beerbaum vom King's College London.

Die MRT ist eine geeignete Methode, mit der Messwerte über die Leistungsfähigkeit des Herzens und die Auswirkung des Herzfehlers auf den Körper gewonnen werden können. Idealerweise wird so jede Veränderung des Herzens über einen bestimmten Zeitraum quantitativ erfasst und frühzeitig festgestellt, wann der nächste Eingriff notwendig ist.

Die Herausforderung liegt jedoch in der sehr unterschiedlichen Anatomie der angeborenen Herzfehler. Das Problem liegt weniger in der Aufnahme, sondern in der Interpretation der Daten. Bei einem angeborenen Herzfehler ist das Herz anatomisch nicht normal geformt und stellt die MRT-Untersucher vor große Herausforderungen. Bei manchen Patienten fehlen zum Teil ganze Klappen oder Kammern und der Blutstrom erfolgt manchmal nicht wie bei einem herzgesunden Menschen.

Die Lösung liegt jedoch in einer zentralen Auswertung der Daten in einem MRT-Core Lab. Werden die Bilddaten dort von einem erfahrenen interdisziplinären Auswerterteam bewertet, lässt sich die Fehlerquote bei den Untersuchungen erheblich reduzieren. Solch ein MRT-Core-Lab wurde im Rahmen des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler erfolgreich etabliert.

MEDICA.de; Quelle: Kompetenznetz Angeborene Herzfehler