Das haben Forscher auf Basis der Daten einer Langzeitstudie des Deutschen Forschungsverbunds Rückenschmerz (DFRS) ermittelt. An der Studie hatten 9.267 Personen teilgenommen von denen 5.602 angaben, in den vorangegangenen drei Monaten Rückenschmerzen gehabt zu haben.

Die Forscher vom GSF-Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen bezogen sowohl die direkten Kosten ein, die durch Arztbesuche, Medikamente und andere medizinische Leistungen entstanden, als auch die indirekten Kosten durch Produktionsausfälle wegen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit.

Die direkten Kosten machten dabei 54 Prozent der Gesamtkosten aus, die indirekten 46 Prozent. Die direkten Kosten lassen sich wiederum aufgliedern in Arztkosten (19 Prozent), Arzneimittelkosten (6 Prozent), Kosten für Heil- und Hilfsmittel (20 beziehungsweise 5 Prozent), Kosten für stationäre Krankenhausaufenthalte (19 Prozent), Kosten für Reha-Maßnahmen (12 Prozent) und Kosten, die für eigene Maßnahmen zu Linderung und Vorbeugung anfallen (20 Prozent).

Denn Rückenschmerzen sorgen für 15 Prozent aller Krankentage in Deutschland und sind der Grund für 18 Prozent der Frühberentungen. Dabei sind Arbeiter deutlich häufiger von Rückenschmerzen betroffen als Angestellte.

Die Gründe dafür liegen nicht nur in der stärkeren körperlichen Belastung am Arbeitsplatz: Für die Entstehung von Rückenschmerzen sind viele verschiedene Faktoren bedeutsam. Dazu gehören unter anderem Begleiterkrankungen und kognitive Bewertungsprozesse der Schmerzen. Ein entscheidender Faktor für die Erklärung sozialer Unterschiede bei der Häufigkeit von Rückenschmerzen liegt in der fehlenden Nutzung von Präventionsangeboten.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V.