09.12.2009

Roche Diagnostics GmbH

RESPECT - Ein Projekt von Roche und den Oberland Werkstätten

Penzberg, 08. Dezember 2009

Integration von Menschen mit Behinderung

Schon seit neun Jahren arbeiten Roche und die Oberland Werkstätten, eine gemeinnützige Organisation zur Integration von Menschen mit Behinderung, zusammen. Bisher lieferten die Werkstätten in Geretsried dem Penzberger Werk vorbereitetes Verpackungsmaterial zu und reparierten Werkfahrräder. In diesem Jahr startete jedoch ein Pilotprojekt, das deren Beschäftigte vollständig in den Alltag des Roche Werkes einbezieht. Claus Haberda, Werkleiter Roche Penzberg, erklärt: „Es bedarf Mut von allen Beteiligten, diesen Schritt zu gehen. Doch der Erfolg gibt uns Recht. Mit einem gestärkten Selbstwertgefühl erzielen die Mitarbeitenden mit Behinderung der Oberland Werkstätten eine verbesserte Lebensqualität. Das ist ein Leitgedanke, der sich auch in unseren Unternehmenszielen wiederfindet.“

In der eigens eingerichteten Werkstatt auf dem Roche Werkgelände in Penzberg arbeiten 19 Menschen mit Behinderung. Sie haben sich ausdrücklich für diesen Job beworben und reparieren Werkfahrräder, bereiten Verpackungsmaterial und Etiketten vor oder konfektionieren Reagenzgefäße. Dani und Stefan, zwei Beschäftigte, sind sich einig: „Die Fahrradreparaturen machen uns Spaß, weil sie so abwechslungsreich sind. Und wir helfen uns auch gegenseitig, wenn es mal schwieriger wird.“

Alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, brauchen Anerkennung und Bestätigung in ihrem Leben. Doch Vorurteile oder Berührungsängste stehen häufig im Weg, Menschen mit Behinderung in den Alltag zu integrieren. Martin Zeller, Geschäftsführer der Oberland Werkstätten gemeinnützige GmbH, bekräftigt: „ Betroffene Menschen sollen unterstützt werden, ihren Platz im Berufsleben zu finden. Jeder Mensch hat besondere Fähigkeiten, die es zu erkennen und zu fördern gilt. Mit dem partnerschaftlichen Projekt haben wir hervorragende Möglichkeiten, mit der beruflichen Eingliederung auch eine gesellschaftliche Teilhabe - und damit Normalität - zu ermöglichen.“

Zwei Gruppenleiter der Oberland Werkstätten betreuen die Arbeitsgruppe vor Ort. Anfangs begleiteten sie ihre Schützlinge noch täglich auf dem Weg in das Mitarbeiterrestaurant oder im Shop für Kleineinkäufe. Heute ist das nicht mehr nötig, auch das verkörpert ein Stück gewonnene Freiheit, die niemand aus der Gruppe mehr missen möchte. „Es war unglaublich ermutigend zu erleben, wie alle einbezogenen Roche Kollegen, ob Gebäude Nachbarn oder Restaurant Kollegen geholfen haben, diese Projekt zum Erfolg zu führen“, berichtet Manfred Knauer, der das Projekt seitens Roche betreute.

Wie jeder andere interne Lieferant muss sich auch die kleine Arbeitsgruppe einer Bewertung des Unternehmens unterziehen, durch die ein gleichbleibend hochwertiger Qualitätsstandard gewährleistet wird. Die Erfahrungen der ersten fünf Monate waren durchweg positiv. Jetzt wird schon geprüft, welche Arbeitsschritte die Außengruppe noch übernehmen könnte.