Das behaupten Wissenschaftler aus Italien. Das Restless Legs Syndrome wird häufig bei Multiple-Sklerose-Patienten beobachtet. Wie häufig jedoch, das hat jetzt diese Arbeitsgruppe an 202 Probanden untersucht. 212 gesunde Personen dienten als Vergleichsgruppe. Die Arbeitsgruppe hat ihre Ergebnisse jetzt beim Kongress „Movement Disorder Society's 12th International Congress of Parkinson's Disease and Movement Disorders“ vorgestellt.

Die 202 Probanden litten an Multipler Sklerose und wurden gebeten, ein strukturiertes Interview abzugeben, in dem man gemäß der Kriterien der „International Restless Legs Syndrome Study Group (IRLSSG)“gezielt nach Beschwerden eines Restless Legs Syndrome fragte. 91 dieser Probanden (45 Prozent) hatten demnach tatsächlich Beschwerden, die auf ein RLS schließen lassen. Bei der neurologischen Untersuchung wurde die Diagnose RLS dann aber bei lediglich 29 Probanden bestätigt. In der Kontrollgruppe dagegen hatten nur sechs der 212 Studienteilnehmer ein neurologisch bestätigtes RLS.

Daraus lässt sich errechnen, dass das Risiko, an einem Restless Legs Syndrome zu erkranken, bei Patienten mit Multipler Sklerose 5,76-fach höher ist als bei der gesunden Normalbevölkerung. Allerdings ist diese Studie relativ klein gewesen und liefert daher nur Hinweise, wenn auch deutliche. Größere Studien sollen diesen Befund nun definitiv untermauern. Solche Studien sind nach Auskunft der italienischen Arbeitsgruppe bereits geplant. In diesen Untersuchungen soll der Zusammenhang zwischen RLS und Multipler Sklerose auch vor dem Hintergrund genauerer neurophysiologischer Befunde und Ergebnisse aus magnetresonanztomographischen Aufnahmen untersucht werden.

MEDICA.de; Quelle: 12th International Congress of Parkinson's Disease and Movement Disorders Abstract LB6