Nach Angaben von Dr. Michele M. Corsini von der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota, USA, gibt es keine Standardbehandlung des Pankreaskarzinoms. Diese Tumorart ist sehr aggressiv und metastasiert früh.

Um die Prognose von Patienten mit Pankreaskarzinom zu verbessern, hat daher ein interdisziplinäres Team aus Chirurgen, Onkologen und Radioonkologen eine retrospektive Studie durchgeführt. Sie bezogen sich dabei auf die Daten von Patienten, die wegen eines Pankreaskarzinoms an der Mayo Klinik operiert worden waren. Vorgestellt wurde die Studie jetzt beim 2007 Gastrointestinal Cancers Symposium in Orlando, Florida.

Sie fanden Daten von 472 Patienten, die zwischen 1975 und 2005 mit gutem Ergebnis operiert worden waren. Verwendet wurden für die Studie schließlich die Daten von 180 Patienten ohne adjuvante Therapie sowie 246 Patienten mit radiologischer und chemotherapeutischer Behandlung nach der Operation. 28 weitere Patienten erhielten nach der radiologischen Behandlung eine Chemotherapie gefolgt von einer zweiten Runde Chemotherapie nach einer Pause.

Gewöhnlich begannen die Patienten ihre adjuvante Radio-Chemotherapie sechs Wochen nach der Operation. Die durchschnittliche radiologische Dosis betrug 50.4 Gy. 98 Prozent der Patienten erhielten zudem 5-Fluorouracil.

Die durchschnittliche Gesamtüberlebensrate betrug 1.6 Jahre bei jenen Patienten, die keinerlei adjuvante Therapie nach der Operation erhielten. 2.1 Jahre überlebten jene, die nach der OP radilogisch und chemotherapeutisch behandelt wurden und im Durchschnitt 2.9 Jahre überlebte, wer eine zweite Runde Chemotherapie erhielt. Fünf Jahre nach der Operation lag die Überlebensrate bei 17 Prozent beziehungsweise 28 Prozent und 34 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: 2007 Gastrointestinal Cancers Symposium (GCS)