Raucht eine werdende Mutter während der Schwangerschaft, dann kann dies zur Hypoxie beim Ungeborenen führen. Nicht selten führt dies zu winzigen Organschäden, die Bluthochdruck, Hypercholesterinämie und Nierenerkrankungen im Erwachsenenalter nach sich ziehen können. Für die Hypertonie im Kindes- und Erwachsenenalter ist dies mehrfach nachgewiesen worden. Man weiß bislang aber nicht, ob auch schon Neugeborene rauchender Mütter zur Hypertonie neigen. Dies sollte jetzt eine Studie untersuchen.

456 Kinder im Alter von etwa zwei Monaten wurden in diese Untersuchung eingeschlossen. Die Studienleiter befragten deren Mütter unter anderem nach dem Raucherstatus während der Schwangerschaft. 363 (79,6 Prozent) der Kinder waren während der Schwangerschaft nicht dem Nikotinabusus ihrer Mütter ausgesetzt. 63 Kinder (13,8 Prozent) dagegen waren Passivrauch ausgesetzt. Ihre Mütter rauchten also nicht, aber bewegten sich in der Umgebung von Rauchern. Weitere 30 Kinder (6,6 Prozent) hatten während ihrer intrauterinen Phase unter rauchenden Müttern zu leiden.

Im Vergleich zu jenen Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft keinerlei Nikotin ausgesetzt waren, hatten Kinder rauchender Mütter einen systolischen Blutdruck, der durchschnittlich 5,3 mmHg höher lag (p gleich 0.01). Auf den diastolischen Blutdruck hatte der Raucherstatus der Mutter oder die Tatsache, dass sie zum Passivrauchen gezwungen war, keinen Einfluss.

Damit ist nach Ansicht der Studienautoren klar bewiesen, dass rauchende Mütter ihren Ungeborenen so sehr schaden, dass diese Schäden bereits kurz nach der Geburt klar beim systolischen Blutdruck nachgewiesen werden können. Offensichtlich liegt die Ursache für diese negativen Effekte also bereits beim „Passivrauchen“ des Embryos im Mutterleib, unabhängig von der Umgebung des Säuglings nach der Geburt.

MEDICA.de; Quelle: Hypertension 2007, Vol. 50, S. 572-578