Resorbierbare Nieten schließen Wundnähte

EndoRivet in einem Endoskop für
die Darmspiegelung
© Philipp Ahrens

Der erstmals verliehene Sonderpreis "Technology Award 2005" ging an das Team "EndoRivet". Ziel dieses Forschungsvorhabens ist der effiziente Wundverschluss mit den Vorzügen der minimal-invasiven Chirurgie. Mit dieser Entwicklung hofft das junge, interdisziplinäre Team den Anwendungshorizont der Endoskopie zu erweitern.

Erstmals soll durch herkömmliche Endoskope sicherer und patientenschonender Wundverschluss erreicht werden. Durch das Einbringen von resorbierbaren Nieten wollen die Münchener Wissenschaftler Wunden mit der Qualität und Geschwindigkeit von gewöhnlichen chirurgischen Nähten verschließen. Während des Heilungsprozesses lösen sich die Nieten langsam auf. Die gelösten Stoffe werden vom Körper auf natürlichem Wege ausgeschieden.

Entstanden ist das Projekt EndoRivet durch eine Kooperation der Arbeitsgruppe Minimalinvasive Therapeutische Intervention (MITI) um Prof. Hubertus Feußner vom Klinikum rechts der Isar der TU München sowie Prof. Joachim Heinzl und Prof. Tim C. Lueth vom Lehrstuhl für Mikrotechnik und Medizingerätetechnik. Zum Erfolg geführt wurde "EndoRivet" unter der Leitung von Ulrich Hausmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mikrotechnik und Medizingerätetechnik, Philipp Ahrens sowie Florian Forster, Studierende im Fach Medizin bzw. TUM-BWL. Sie erhielten den erstmals ausgelobten "Technology Award 2005", der sich materiell in vier gestifteten Notebooks der S-Serie von Fujitsu Siemens und einen Primery Server bemerkbar machte.

MEDICA.de; Quelle: Technische Universität München