Das zeigen Daten der CARE-HF-Studie, die jetzt auf der Tagung der European Society of Cardiology (ESC) vorgestellt wurden.

Weltweit leiden mehr als 22 Millionen Menschen an Herzinsuffizienz. Der wirtschaftliche Schaden beträgt ca. 64 Milliarden Euro im Jahr. In den Industrienationen verschlingt die Behandlung von Herzinsuffizienz-Patienten im Schnitt ein bis zwei Prozent des Gesundheitsbudgets.

Bei der CARE-HF-Studie handelt es sich um eine internationale prospektive, randomisierte Multicenterstudie zur Erforschung der Langzeitauswirkungen der CRT (Kardiale Resynchronisationstherapie) beziehungsweise CRT-D (CRT mit zusätzlichem Kardioverter-Defibrillator) auf Mortalität und Morbidität bei Patienten mit moderat oder stark ausgeprägter Herzinsuffizienz. Insgesamt wurden 813 Patienten in die Studie aufgenommen. Sie leiden an einer Herzinsuffizienz durch eine linksventrikuläre systolische Dysfunktion oder eine interventrikuläre Dyssynchronie. Randomisiert wurden sie einer medikamentösen Therapie mit oder ohne CRT zugeordnet. Die Ergebnisse dieser Studie belegen, dass die Gesamtmortalität um 36 Prozent und herzinsuffizienz-bedingte Hospitalisierungen um 52 Prozent sinken, bei einer Therapie mit CRT.

Außerdem zeigt die Studie, dass der ICER-Wert (Incremental Cost-Effectiveness-Ratio) im Vergleich zu einer optimalen medikamentösen Therapie bei 7.614 Euro beziehungsweise 18.199 Euro je QALY (gewonnenes qualitätskorrigiertes Lebensjahr) für die CRT beziehungsweise die CRT-D liegt. Beide Werte liegen deutlich unter dem weithin akzeptierten Grenzwert von 50.000 Euro je QALY.

Die Wirtschaftlichkeit der CRT basiert demnach auf der klinisch nachgewiesenen Verbesserung der Lebensqualität, der Reduktion von Morbidität und Mortalität und der geringeren Zahl von Krankenhausaufenthalten.

MEDICA.de; Quelle: Tagung der European Society of Cardiology