03/08/2011

timm-Clustermanagement TransMIT Gesellschaft f., Technologietransfer mbH

Rhön-Klinikum und Siemens beenden Partikeltherapieprojekt in Marburg

Partikeltherapiezentrum auf den Lahnbergen in Marburg
Die RHÖN-KLINIKUM AG und die Siemens AG, Sektor Healthcare, wollen im Rahmen des Projektes Comprehensive Cancer Center ihre strategische Zusammenarbeit in der Krebsdiagnostik und -therapie vertraglich auf eine neue Basis stellen.
Die Unternehmen streben dabei neben der Etablierung von innovativen IT-Lösungen vor allem die Weiterentwicklung von Diagnostik- und Therapieverfahren in der Onkologie an. Gleichzeitig haben die Unternehmen einvernehmlich beschlossen, das Projekt Partikeltherapie am Uniklinikum Marburg auf eine neue, forschungs- und entwicklungsorientierte Grundlage zu stellen.

Die RHÖN-KLINIKUM AG, Bad Neustadt, und der Sektor Healthcare der Siemens AG wollen in der Krebsdiagnostik und -therapie in Deutschland enger zusammenarbeiten. Vor dem Hintergrund der von der RHÖN-KLINIKUM AG initiierten bundesweiten Initiative Comprehensive Cancer Center (CCC) sollen neue Wege in der Krebsbekämpfung beschritten werden. „Wir freuen uns, bei diesem zukunftsweisenden Projekt mit Siemens einen zuverlässigen Partner an unserer Seite zu haben“, sagte Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG. „Unser Ziel ist es, allen unseren Patienten in Deutschland, auch in ländlichen Gebieten, die Versorgungsqualität einer Uniklinik zu ermöglichen. Durch sein breites Produktspektrum sowie durch leistungsstarke telemedizinische Anwendungen kann uns Siemens dabei hervorragend unterstützen.“ Um diesem Ziel einen wichtigen Schritt näher zu kommen, sollen im Rahmen des CCC-Projektes neben der Bereitstellung von innovativen IT-Lösungen, wie z.B. die Elektronische Patientenakte sowie ärztliche Kommunikationsplattformen für die Telemedizin, vor allem Verfahren in der Krebsdiagnostik und -therapie gemeinsam weiterentwickelt werden.


Das Partikeltherapiezentrum auf den Lahnbergen in Marburg: Hier sollte der Patientenbetrieb ursprünglich Ende des Jahres starten.(Foto: op)
Zeitgleich mit dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung wurde zwischen den Unternehmen einvernehmlich beschlossen, das Projekt Partikeltherapie am Uniklinikum Marburg auf eine neue Grundlage zu stellen. „Die Partikeltherapie ist eine Pioniertechnologie der medizinischen Forschung“, sagte Hermann Requardt, CEO des Sektor Healthcare. „Im Verlauf der Entwicklungsarbeit haben wir jedoch festgestellt, dass wir bei der wirtschaftlichen Umsetzung dieser Technologie in der Breitenversorgung zu ambitioniert waren. Daher wollen wir uns jetzt stärker auf die Forschung konzentrieren. In diesem Sinne haben wir gemeinsam eine neue Vertragsgrundlage definiert, in der die Anlage in Marburg ausschließlich als Forschungs- und Entwicklungsanlage für Siemens dient. Die Arbeiten an den tendenziell forschungsorientierten Anlagen im Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum sowie im Shanghai Proton and Heavy Ion Hospital werden fortgesetzt. Über die Zukunft der Partikeltherapie-Anlage im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel sind wir derzeit in intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen vor Ort.“

Quelle: Gemeinsame Presseinformation der RHÖN-KLINIKUM AG und der Siemens AG