Das zeigt die „Monthly Evaluation of Risedronate Trial in Osteoporosis (MERIT-OP)“-Studie, die jetzt auf dem 71. Jahreskongress des „American College of Rheumatology“ (ACR) vorgestellt wurde. An dieser kontrollierten, zweijährigen Phase-III-Studie nahmen 1.292 Frauen im Alter über 50 Jahre teil, die seit mindestens fünf Jahren in der Postmenopause waren. Alle Damen hatten zudem eine geringe Knochendichte und zumindest eine Vertebralfraktur. Randomisiert erhielten die Probandinnen einmal monatlich 150 Milligramm Risedronat oder fünf Milligramm Risedronat täglich. Alle nahmen zudem 1.000 Milligramm Kalzium pro Tag ein und 400 bis 1.000 U Vitamin D.

Jeweils zwölf und 24 Monate nach Beginn der Studie konnten die Studienleiter bei den Probandinnen im lumbosakralen Bereich die Knochendichte messen. Auch an anderen Stellen des Knochengerüstes wurde die Knochendichte gemessen. Zu den laborchemischen Untersuchungen gehörte die Analyse der Knochenumbaumarker „Urinary N-telopeptide cross-links (NTX)“, „serum C-terminal telopeptide (CTX)“ und „bone alkaline phosphatase (BAP)“ jeweils drei, sechs, zwölf und 24 Monate nach Beginn der Studie.

Weder zwölf Monate nach Beginn der Untersuchung noch am Ende konnten die Wissenschaftler bei der Knochendichtemessung einen signifikanten Unterschied zwischen beiden Gruppen entdecken. Im lumbalen Bereich der Wirbelsäule stieg die Knochendichte in beiden Gruppen um etwa vier Prozent. Im Oberschenkelhals lag der Zuwachs an Knochendichte bei zwei Prozent.

Der Biomarker BAP sank in beiden Gruppen um durchschnittlich 30 Prozent, urinary NTX um durchschnittlich 50 Prozent. Das CTX dagegen sank unter der täglichen Einnahme von Risedronat signifikant stärker als unter der monatlichen Einnahme.

Wer das Medikament monatlich einnahm, klagte mit einer leicht höheren Wahrscheinlichkeit über unerwünschte Nebenwirkungen als bei täglicher Einnahme: 6,2 versus 4,2 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: American College of Rheumatology (ACR) 71st Annual Scientific Meeting Abstract 2140