Risikofaktor für Eierstockkrebs

Im Rahmen einer Studie des U.S. Krebsforschungszentrums untersuchte ein Team um Professor Michael Leitzmann, Direktor des Instituts für Epidemiologie und Präventivmedizin der Medizinischen Fakultät Regensburg, die Beziehung zwischen Body-Mass-Index (BMI) und der Entwicklung von Eierstockkrebs.

Verglichen mit Frauen, die zu Studienbeginn normalgewichtig waren (BMI unter 25), hatten übergewichtige Frauen (BMI 30 oder mehr) ein um 25 Prozent höheres Risiko. Weitere Berechnungen ergaben, dass bei Frauen mit Übergewicht, die in den Wechseljahren keine Hormone einnahmen, die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung um 80 Prozent höher war.

An der umfangreichen Studie nahmen 94.525 Frauen teil, die bei Studienbeginn 1996 zwischen 50 und 71 Jahre alt waren. Die Teilnehmerinnen erhielten einen Gesundheitsfragebogen, der detaillierte Informationen über Körpermaße wie Gewicht, Umfang und Größe, zur allgemeinen Lebensweise und zur medizinischen Vorgeschichte abfragte. Anschließend wurden die Frauen über einen Zeitraum von sieben Jahren beobachtet, in dessen Verlauf alle Fälle von Eierstockkrebs erfasst und bestätigt wurden.

Eierstockkrebs stellt die bösartigste gynäkologische Krebserkrankung bei Frauen dar, die meistens nach den Wechseljahren auftritt. In Deutschland sind davon jährlich etwa 9.000 Frauen betroffen.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Regensburg