Zu den wichtigsten Wirkstoffen, die gegen die rheumatoide Arthristis eingesetzt werden, gehören Methotrexat und Anti-Tumornekrosefaktoren (anti-TNF). Wenn diese Wirkstoffe versagten, gestaltete sich die weitere Behandlung bislang sehr schwierig.

Ermutigende Daten kommen von der "Dose-ranging Assessment iNternational Clinical Evaluation of Rituximab in RA (DANCER)"-Studie. Ziel der Untersuchung war, eine geeignete Rituximab-Dosis zu finden, die in Kombination mit Methotrexat doch noch wirken könnte, selbst dann, wenn Methotrexat oder anti-TNF alleine bereits versagt haben.

An dieser Studie nahmen 465 Patienten teil. Randomisiert erhielten sie entweder 500 oder 1000 mg Rituximab am ersten beziehungsweise 15. Tag der Studie. Außerdem erhielten die Patienten zudem entweder Placebo oder 200 mg Prednisolon i.v. oder 200 mg Presdnisolon i.v. plus 60 mg Presdnisolon oral. Sofern die Patienten bereits auf Methotrexat eingestellt waren, nahmen sie diesen Wirkstoff weiterhin ein.

24 Wochen nach Beginn der Studie wurden die Patienten in Bezug auf eine Verbesserung ihrer Beschwerden untersucht gemäß den Kriterien des American College of Rheumatology (ACR). Dabei zeigte sich ein klarer, statistisch signifikanter Vorteil für Rituximab: Bei 54 Prozent der Patienten unter 1.000 mg Rituximab besserten sich die Symptome um mindestens 20 Prozent. Bei der Dosis von 500 mg war dies sogar bei 55 Prozent der Patienten der Fall gegenüber 28 Prozent unter Placebo. (p kleiner 0.0001). Ebenso deutlich der Vorteil in Bezug auf eine 50prozentige Reduktion der Beschwerden gemäß ACR-Kriterien: 34 beziehungsweise 33 und 13 Prozent (starke, geringe Dosis, Placebo; p kleiner 0.0001). Unter der Dosis von 1.000 mg Rituximab sank der "Disease Activity Score" im Verlauf des Studienzeitraums um 2.05 Punkte.

MEDICA.de; Quelle: Annals of the Rheumatic Diseases 2005, Vol. 64, S. 58