Follikuläre Lymphome sind eine Untergruppe der Non Hodgkin Lyphome. Bei dieser Erkrankung entsprechen die Lymphome Zellen der Lymphknoten, die Follikel. Es zeigen sich entsprechend Schwellungen der Lymphknoten im Hals-, Axel- und Leistenbereich. In den westlichen Industrieländern sind die follikulären Lymphome nach der chronischen lymphatischen Leukämie die häufigste Untergruppe maligner Lymphome. Zwischen fünf und sieben pro 100.000 Einwohner pro Jahr erkranken in Deutschland jedes Jahr daran. In der Regel sind Menschen im Alter von 55 bis 60 Jahren betroffen, beide Geschlechter gleichermaßen.

Einer Studiengruppe ist nun eine bedeutende Verbesserung in der Therapie follikulärer Lymphome gelungen. Die Deutsche Studiengruppe niedrigmaligne Lymphome (German Low Grade Lymphoma Study Group: GLSG) konnte zeigen, dass die Kombination der konventionellen Chemotherapie nach dem "Combination of Cyclophosphamide, Doxorubicin, Vincristine and Prednisone (CHOP)"-Protokoll signifikant verbessert werden kann, wenn diesem Protokoll der Antikörper Rituximab hinzugefügt wird.

Im Rahmen einer prospektiv randomisierten Studie an 428 Patienten zeigte sich eine signifikant höhere Ansprechrate von 96 Prozent versus 90 Prozent, vor allem aber eine längere Dauer des krankheitsfreien Intervalls und sogar des Gesamtüberlebens. Diese Ergebnisse stellen einen Meilenstein in der Behandlung follikulärer Lymphome dar.

Nach vielen Jahren der Stagnation zeigen die Ergebnisse der Deutschen Studiengruppe, dass nicht nur fast alle Patienten mit dieser Krankheit eine vorübergehende Krankheitsfreiheit erreichen können, sondern dass vor allem das Gesamtüberleben von Patienten mit derartigen Erkrankungen verbessert werden kann.

MEDICA.de; Quelle: Blood 2005, doi:10.1182/blood-2005-01-0016