Rucola kann sehr viel Nitrat enthalten

Zu viel Salat kann auch schädlich
sein; © BfR

Bei der Hälfte von 350 Rucola- Proben wurden Nitratgehalte von über 5000 mg/kg gemessen. Abhängig von individuellen Verzehrgewohnheiten können damit erhebliche Mengen an Nitrat aufgenommen und die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) abgeleitete duldbare tägliche Aufnahmemenge deutlich überschritten werden.

Die von der WHO duldbare tägliche Aufnahmemenge für Nitrat liegt bei 3,7 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht (mg/kg KG). Aus einer gelegentlichen Überschreitung des ADI resultiert laut BfR kein nennenswertes gesundheitliches Risiko. Trotzdem rät die Behörde zu maßvollem Verzehr.

Außer dem Nitratgehalt des Bodens spielt insbesondere der Erntezeitpunkt eine bedeutende Rolle für den Nitratgehalt einer Pflanze. Hohe Lichtintensität fördert den Nitratabbau und auch hohe Temperaturen reduzieren die Nitratwerte. Zusätzlich wirken sich Düngemitteleinsatz und Anbauweise auf den Nitratgehalt aus. Die Nitratgehalte von Gemüse, das unter Glas angebaut wird, liegen für gewöhnlich über denen von Freilandpflanzen.

Nitrat selbst ist nicht giftig. Im Körper kann daraus allerdings Nitrit gebildet werden, aus dem wiederum die krebserregenden N-Nitrosoverbindungen (Nitrosamine) entstehen können. Aktuell wird die durchschnittliche tägliche Nitrataufnahme in Deutschland auf 80 bis 100 mg geschätzt. Davon werden gut 60 Prozent über Gemüse und weitere 26 Prozent über das Trinkwasser aufgenommen.

Personen, die viele Lebensmittel mit hohem Nitratgehalt verzehren, nehmen täglich bis zu 300 mg Nitrat auf und überschreiten damit die duldbare tägliche Aufnahmemenge deutlich.

MEDICA.de; Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)