Diese hohe wissenschaftliche Auszeichnung erhielt Sotlar für seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der immunhistochemischen und molekulargenetischen Analyse der systemischen Mastozytosen

Gemeinsam mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen Kooperationspartnern etablierte Sotlar neue Methoden zur Diagnose und Differentialdiagnose von systemischen Mastozytosen. Die von ihm durchgeführten molekulargenetischen Analysen der systemischen Mastozytosen deckten Mutationen im Protoonkogen c-kit, einem Kontrollgen des Zellwachstums, in nahezu allen untersuchten Fällen auf. Bei bestimmten begleitenden malignen hämatologischen Systemerkrankungen deuten diese Mutationen auf eine Verwandtschaft bzw. eine gemeinsame Herkunft mit der Mastozytose hin.

Mutationsanalysen bei Mastozytosen und anderen Tumorerkrankungen, bei denen KIT eine Rolle spielt, könnten therapieentscheidende Basisuntersuchungen werden. Voraussetzung dafür sind neue, teilweise bereits verfügbare, teilweise in fortgeschrittener Entwicklung befindliche Therapeutika aus der Gruppe der Tyrosinkinase-Inhibitoren. Diese entfalten ihr volles therapeutisches Potential über eine Blockierung von KIT in Abhängigkeit des Auftretens oder Fehlens bestimmter c-kit Mutationen.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Tübingen