08.05.2009

SPECTARIS - Deutscher Industrieverband für optische medizinische und mechatronische Technologien e.V

SPECTARIS: Medizintechnik-Branche trotz Wirtschaftskrise erfolgreich

Umsätze legten im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent zu – Verband erwartet leichtes Wachstum für 2009

Die deutschen Medizintechnik-Unternehmen haben sich trotz der Wirtschaftskrise erfolgreich behauptet. Dieses Fazit zog der Branchenverband SPECTARIS heute in Berlin. Die 1.250 deutschen Unternehmen erzielten im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs von 2,5 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2009 ist der Umsatz nur geringfügig um ein Prozent gesunken. Für das laufende Jahr ist die Branche verhalten optimistisch. „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wird der Markt leicht wachsen“, sagte Ulrich Krauss, Vorsitzender des Fachverbandes Medizintechnik bei SPECTARIS und prognostizierte ein Plus von einem Prozent.
Die zum Teil deutlichen Zuwächse der letzten Jahre haben sich im Jahr 2008 verlangsamt. Das positive Ergebnis basiert primär auf einem Plus beim Exportgeschäft von 3,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Im Inland gab es nur ein geringfügiges Wachstum auf knapp 6,3 Milliarden Euro. „Der Heimatmarkt ist besonders im November und Dezember 2008 eingebrochen“, unterstrich Krauss.

Positiv ist weiterhin die Beschäftigungsentwicklung: Knapp 100.000 Mitarbeiter waren im vergangenen Jahr in der Medizintechnik beschäftigt, 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Krauss verwies auf die hohe Innovationskraft der Branche: „Rund neun Prozent des Umsatzes investiert die Branche in Forschung und Entwicklung. Fast 15 Prozent der Beschäftigten sind in diesem Bereich tätig“.

Für das laufende Jahr erwartet SPECTARIS einen stabilen Gesamtumsatz mit einer Veränderungsrate zwischen null und einem Prozent. Die Branche erwartet dabei ein leicht steigendes Auslandsgeschäft, das den zu erwartenden Umsatzrückgang im Inland ausgleicht. Unter den Exportmärkten geht derzeit insbesondere aus der Region Mittlerer und Naher Osten ein größer Nachfrageimpulse aus. Krauss erwartet hier ein Plus von vier Prozent. Von Umsatzrückgängen geht der Verband insbesondere in Asien (- 3,5 Prozent) und Osteuropa (-7 Prozent) aus. In beiden Regionen sei die Wirtschaftskrise deutlich spürbar. „Allerdings besteht auch hier im Gesundheitswesen ein enormer Nachholbedarf nach Medizintechnik ´Made in Germany`“, so Krauss. Nach der Wirtschaftskrise dürften diese Märkte wieder anziehen.

„Die Medizintechnik hat sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen vergleichsweise erfolgreich behauptet“, lautete das Fazit von Krauss. Gründe für die Stabilität seien unter anderem die hohe Innovationskraft der mittelständisch geprägten Branche, die gute Eigenkapitalausstattung und die relativ konstante Nachfrage im Gesundheitswesen.


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