Das zeigen zwei Studien, die jetzt bei der "Digestive Disease Week (DDW)", dem größten Kongress der Welt auf dem Gebiet der Gastroenterologie, vorgestellt wurden. Wissenschaftler analysierten die Daten aus der "Veteran's Integrated Service Network"-Datenbank, welche Gesundheitsdaten amerikanischer Veteranen und deren Angehörigen enthält.

Bei den 484.226 Personen, deren Daten zwischen Oktober 1998 und Juni 2004 analysiert wurden, traten 475 Fälle eines Pankreaskarzinom und 659 Fälle eines Ösophaguskarzinom auf. Etwa 34 Prozent der untersuchten Personen nahmen Statine (HMG-CoA-Reduktase-Hemmer) ein.

In einer der beiden Studien zeigte sich, dass die Einnahme von CSE-Hemmern wie Lovastatin oder Fluvastatin das Risiko eines Pankreaskarzinom um 59 Prozent senken kann. Dieser protektive Effekt erwies sich auch nach Ausschluss verschiedener Störfaktoren wie Alter, Geschlecht, Raucherstatus etc. als stabil (p kleiner 0.0001). Die zweite Studie wies nach, dass diese Wirkstoffgruppe das Ösophaguskarzinomrisiko um 56 Prozent absenkt.

Risikofaktoren wie ein Barrett-Ösophagus sowie die Dauer der Statintherapie und die Dosis der eingenommenen Medikamente waren nicht Gegenstand der Analyse. Verschiedenen Experten waren daher auch zurückhaltend bei der Kommentierung dieser Ergebnisse. Dennoch scheinen die Cholesterinsenker aus der Gruppe der Statine tatsächlich mehr zu können, als lediglich die unerwünschten LDL-Cholesterinwerte abzusenken.

MEDICA.de; Quelle: Digestive Disease Week (DDW) Jahreskongress 2005, Abstract 420, 622