Ein sanftes Verfahren der Mikroverkapselung von probiotischen Bakterien soll im Projekt FLOCAP bis zur Anwendungsreife für die Lebensmittelindustrie entwickelt werden. "Bei der Mikroverkapselung erhalten die lebenden Organismen eine schützende Hülle aus Polymeren. In diesem Schutzmantel überleben die Probiotika im optimalen Fall verschiedenste Belastungen, die bei der Produktion und auf dem Weg durch den Magen-Darm-Trakt entstehen", erklärt Projektleiterin Marta Macias vom Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven (ttz).

Die entsprechende, bereits patentierte Flow Focusing Technologie entwickelte das spanische Forschungsunternehmen Ingeniatrics Tecnologías S.L. in Zusammenarbeit mit der spanischen Universität von Sevilla. Beim Projekttreffen Ende des Jahres 2005 am ttz konnte der Forschungspartner MICAP GmbH aus Bremerhaven bereits erste verkapselte Probiotika präsentieren, die die Bremerhavener Firma mit dem spanischen Prototyp erzeugt hatte.

"Unter dem Mikroskop sehen die angefärbten Mikroorganismen wie kleine Kügelchen aus. Diese sind aber bei einer Größe von rund 30 Mikrometern so klein, dass sie beim Konsum auf der Zunge nicht mehr wahrgenommen werden", erklärt Macias die verkapselten Bakterien. Bis zum Projektende wollen die Partner das Verfahren für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie optimieren.

MEDICA.de; Quelle: Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven