Bild: Ein Korb voller Gemüse 
Intelligente Kids scheinen auf
Gemüse zu stehen; © Hemera

Vegetarier haben immer wieder behauptet, der Verzicht auf Fleisch mache klüger. Der ehemalige US-Präsident Benjamin Franklin, selbst ein Vegetarier, sagte einmal, vegetarische Ernährung fördere "die Klarheit im Kopf und die Auffassungsgabe". Im 20. Jahrhundert dagegen sah man dies differenzierter: Vegetarismus schade nichts, so die allgemeine Auffassung, aber es nütze zumindest intellektuell auch nicht.

Britische Forscher haben sich jetzt eine interessante Frage zu diesem Thema gestellt: Es ist bekannt, dass intelligente Menschen ein geringeres kardiovaskuläres Risiko haben. Auch Vegetarier haben ein geringeres Risiko. Sie fragten sich, ob intelligentere Menschen deshalb gesündere Gefäße und ein gesünderes Herz haben, weil sie mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Vegetarier sind.

8.170 Männer und Frauen nahmen an dieser Studie teil, die in den 1970er Jahren begonnen wurde. Alle Teilnehmer hatten im Alter von zehn Jahren, zu Beginn der Studie, einen Intelligenztest absolviert. Im Alter von 30 Jahren wurden sie wieder untersucht. 366 Teilnehmer (4,5 Prozent) waren dann Vegetarier, vor allem Frauen und Bessergebildete.

Als man diese Daten mit den damaligen Ergebnissen des Intelligenztests verglich, zeigte sich: Je höher die Intelligenz mit zehn Jahren, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person im Alter von 30 Jahren Vegetarier ist: Mit jeder Standardabweichung auf dem Intelligenztest steigt die Wahrscheinlichkeit um 38 Prozent.

Selbst nachdem man verschiedene Parameter wie Bildung, soziale Klasse und Geschlecht herausgerechnet hatte, zeigte sich noch dieser statistische Zusammenhang. Auch jene Vegetarier, die wenigstens Fisch oder Huhn aßen, veränderten dieses Ergebnis nicht.

MEDICA.de; Quelle: British Medical Journal 2007, Vol. 334, S. 245