Neben hochaufgelösten Schnittbildern einzelner Organe sollen mit dem neuen Tomographen auch Ganzkörperaufnahmen angefertigt werden, bei denen der Patient in wenigen Minuten automatisch vom Scheitel bis zur Sohle durch den Tomographen gefahren wird.

Die Methode ermöglicht es, in nur einer Untersuchung im gesamten Körper nach Tumoren und Metastasen zu suchen. Andere aufwändige und belastende Untersuchungen wie Szintigraphien möglicherweise könnten dadurch entfallen.

Ganzkörperaufnahmen waren mit älteren Geräten nur mit sehr großem zeitlichen Aufwand von über einer Stunde pro Patient möglich, bei der die Patienten aufwändig umgelagert werden mussten, da man am Körper angebrachte Messspulen umsetzen musste. Im neuen Gerät können die Diagnostiker jetzt am ganzen Körper Spulen anbringen, so dass ein Patient in einem Durchlauf durch die MRT-Röhre geschoben werden kann.

Waren bei schnellen Magnetresonanzuntersuchungen bisher Schallpegel von bis zu 120 dB möglich, was in etwa dem Lärm eines startenden Düsenjägers entspricht, so können durch eine verbesserte Schallisolation nun manche Untersuchungen fast ohne Ohrenschutz durchgeführt werden, so die Mediziner. Der nur 1,5m kurze Magnet mache außerdem die Untersuchung für Patienten, die unter Platzangst leiden, deutlich angenehmer, da große Teile des Körpers nicht in der engen Röhre liegen.

Auch andere Forscher des DKFZ profitieren von dem neuen Magnetresonanztomographen. Beispielsweise sind die Physiker des Forschungsschwerpunktes gerade dabei, neue Messverfahren zur Untersuchung der Lungenfunktion zu implementieren, die bei Patienten mit Lungentumoren eingesetzt werden sollen. Da der kurze Magnet außerdem einen verbesserten Zugang zum Patienten erlaubt, sollen in naher Zukunft auch kleinere minimal-invasive Eingriffe im Tomographen vorgenommen werden.

MEDICA.de; Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)