28.10.2016

Fraunhofer-Institut für Grenzflächen-und Bioverfahrenstechnik IGB

Schnellere Diagnose von Sepsiserregern

Forscher am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB haben auf der Grundlage neuester Hochdurchstaz-Sequenzierungstechnologien eine alternative Diagnoseplattform für Sepsis entwickelt. Dabei identifizieren sie Bakterien, Pilze oder Viren direkt über eine Sequenzanalyse ihres Erbguts (DNA) – ohne die Erreger zuvor im Labor kultivieren zu müssen. In einer klinischen Studie, welche die Wissenschaftler in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Heidelberg durchführten, konnten sie ihr Diagnoseverfahren mit Blutproben von Sepsispatienten nun validieren. Die infektiösen Mikroorganismen wiesen sie dabei durch die Hochdurchsatzsequenzierung von frei im Blut zirkulierender DNA nach (CNAPS, für engl. Circulating Nucleic Acids in Plasma and Serum).

Vorteile des Verfahrens
  • Nachweis verschiedener Sepsiserreger innerhalb von 24 Stunden – ohne Kultivierung im Labor
  • Bakterien, Viren und Pilze werden simultan identifiziert
  • Parallel können auch Antibiotikaresistenzen nachgewiesen werden
  • Verfahren liefert nicht nur qualitative, sondern auch quantitative Ergebnisse


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