18.09.2014

Hill-Rom Europe BV

Schon heute vorsorgen, um auch morgen noch mit einem gesunden Rücken arbeiten zu können

STAMP hilft auch bei der Ermittlung der optimal einzusetzenden Hebelösungen, um die Pflegekräfte bei ihrer täglichen Arbeit bestmöglich zu unterstützen.

Ein neues Programm mit ganzheitlichem Organisationsaspekt für Pflegeeinrichtungen unterstützt das Personal für ein rückenschonendes Arbeiten


Die Zahlen belegen es alljährlich: Pflegekräfte leiden mehr an Rückenschmerzen als andere Berufsgruppen. In Deutschland nehmen bei den rund 740.000 tätigen Pflegekräften Erkrankungen des Rückens jährlich um rund 60 Prozent zu.(1) Jede Minute erleiden in Deutschland 0,7 Pflegekräfte einen Schmerz im Rückenbereich, ein Drittel davon durch manuelles Heben. Die Langzeitfolgen bei Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems können gravierend sein und bis zur Arbeitsunfähigkeit führen. Darüber hinaus wird die Gesellschaft immer älter, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt und damit einher wächst der Personalbedarf. Besser heute als morgen müssen sich Pflegeeinrichtungen verstärkt um die Gesundheit ihrer Pflegekräfte bemühen. Der Medizinproduktehersteller
Hill-Rom® hat dafür das Safe Transfers and Movement™ Program (STAMP) entwickelt. Erfolgreich in die Pflegeeinrichtung implementiert, entlastet das Programm nicht nur die Pflegekräfte bei ihrer täglichen Arbeit, sondern auch die Einrichtung in finanzieller Hinsicht.


Die Idee ist, dass das Pflegeunternehmen selbst das Programm umsetzt, das bedeutet, dass sich alle relevanten Mitarbeiter daran beteiligen, um kontinuierlich den gesamten Prozess zu überprüfen und zu verbessern. Somit entsteht ein eigenes, gestaltetes Handbuch zur Prävention von Rückenleiden und für ein gesünderes Arbeiten.


In sieben Elemente unterteilt, ist das Programm online abrufbar und einfach durchzuführen. Im ersten Schritt werden die betriebswirtschaftlichen Daten festgehalten und die möglichen finanziellen Einsparungen mithilfe von STAMP aufgezeigt. Als nächstes werden die verantwortlichen Personen für die Planung und Umsetzung des Programms sowie die Projektziele definiert, um anschließend die Risikobereiche und die aktuell zur Verfügung stehende Ausstattung zu bewerten. Als Ergebnis werden beispielsweise Leitwerte für die Anzahl von Liftern und Hebegurten für die Einrichtung empfohlen.


Mit dem jetzt möglichst optimal aufgestellten Equipment kann die Implementierung des Programms beginnen. Gezielte Schulungen bringen die Pflegekräfte auf den neuesten Stand zum Thema rückenschonendes Arbeiten. Besonderer Anreiz bildet dabei der „Mobilitäts-Champion”: Wer dazu gewählt wird, ist für die Koordinierung der Schulung wichtiger klinischer Mitarbeiter verantwortlich.
Im letzten Element von STAMP werden die im definierten Projektzeitraum erreichten Ergebnisse evaluiert und entsprechende Optimierungsvorschläge gegeben – womit der Prozess wieder von vorne beginnt. „Unsere Vision ist, dass das richtige Heben von Pflegebedürftigen eine Selbstverständlichkeit im alltäglichen Arbeiten wird“, so Mark Vossenaar, Vice President Commercial Development International Hill-Rom. „Am Ende profitiert die gesamte Einrichtung davon: durch gesündere Mitarbeiter und damit verbunden eine Kostenreduzierung, da krankheitsbedingt weniger Fehlzeiten entstehen. Und die Pflegebedürftigen können sich über eine entsprechend optimierte Behandlung freuen.“


(1) F. Hofmann, U. Stössel, M. Michaelis, M. Nübling, A. Siegel: “Low back pain and lumbago-sciatica in nurses and a reference group of clerks: results of a comperative prevalence study in Germany”; OECD Stat Germany 2012 data dd, Oktober 2013