28.11.2007

SPECTARIS-Deutscher Industrie- verband f. optische, med. u. mechatronische Technologien e. V.

Schritt in die richtige Richtung

Medizintechnik-Branchenverband SPECTARIS begrüßt die Ankündigung der Bundesministerien für Gesundheit und Forschung, Aktivitäten der öffentlichen Hand in der Gesundheitsforschung besser zu verzahnen

Der Medizintechnik-Branchenverband SPECTARIS hat die Ankündigung der Bundesministerinnen Annette Schavan und Ulla Schmidt in der letzten Sitzung des Bundestags-Gesundheitsausschuss begrüßt, die Gesundheitsforschung besser abstimmen zu wollen. Gleichzeitig forderte SPECTARIS-Geschäftsführer Sven Behrens weitergehende Schritte der Bundesregierung, um über eine bessere Koordination der Aktivitäten von Ministerien, staatlichen Institutionen, Kliniken, Ärzten und Unternehmen die Chancen zu wahren, die die Gesundheitswirtschaft für Deutschland bei der Schaffung von Wachstum, Investitionen und Arbeitsplätzen bietet.

"Das Problem, dass im Bereich Gesundheitswirtschaft die Zusammenarbeit der Ministerien optimierbar ist, scheint erkannt. Dafür spricht die angekündigte Abstimmung bei der Gesundheitsforschung genauso wie die Einsetzung eines Arbeitsstabes Gesundheitswirtschaft Anfang Juli im Bundeswirtschaftsministerium und die Aufnahme der Medizintechnik in die Hightech-Strategie der Bundesregierung im vergangenen Jahr", so Behrens. "Jetzt gilt es, einen wichtigen weiteren Schritt zu tun und einen Koordinator für die Gesundheitswirtschaft zu berufen, der mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet wird. Nur so kann gewährleistet werden, dass die wirtschaftlichen Wachstumschancen, die sich aus der Position Deutschlands als eine der führenden Nationen in der Gesundheitswirtschaft ergeben, gewahrt bleiben. Zusätzlicher Effekt einer solchen Koordination wäre, dass Kosteneinsparungspotenziale im Gesundheitswesen, wie sie beispielsweise durch eine Studie im Auftrag von SPECTARIS und ZVEI gerade wieder ausgemacht wurden, besser erkannt werden."

Im Oktober 2007 war eine Studie der Technischen Universität Berlin und der Unternehmensberatung Dröge&Comp. der Öffentlichkeit vorgestellt worden, in der ein Einsparpotenzial von jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro durch den konsequenten Einsatz von zehn Medizintechnikprodukten festgestellt wurde.

Die Gesundheitswirtschaft, zu der alle Unternehmen und Institutionen gezählt werden, die direkt oder indirekt an der Heilung erkrankter Menschen sowie an der Krankheitsprävention beteiligt sind, beschäftigt in Deutschland zurzeit etwa 4,2 Millionen Menschen. Das Umsatzvolumen beträgt rund 260 Milliarden Euro. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger ist bis zum Jahre 2020 mit einem Anstieg auf 453 Milliarden Euro zu rechnen.

Der Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien (SPECTARIS) vertritt im Bereich Medizintechnik rund 150 deutsche Unternehmen des Investitionsgüter- und Hilfsmittelsektors, die vor allem Hightech-Produkte produzieren und stark exportorientiert sind. Die deutschen produzierenden Medizintechnikunternehmen erzielten 2006 einen Gesamtjahresumsatz von rund 15,9 Milliarden Euro und beschäftigten mehr als 87.700 Menschen in 1.198 Betrieben. Seine überwiegend mittelständischen Mitgliedsunternehmen unterstützt SPECTARIS sowohl durch aktives Branchenmarketing im In- und Ausland, die Vertretung der Brancheninteressen gegenüber der Politik, als auch durch diverse Serviceangebote wie Seminare und der Zulieferung von Branchendaten. SPECTARIS ist Mitglied im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).