Erste Zwischenergebnisse auf einer bislang nicht repräsentativen Basis von 107 Befragten liegen nun vor. Zwar bleiben viele der befragten Frauen körperlich aktiv, doch reduziert sich die Form der Aktivität zumeist auf freizeitliches Spazieren gehen oder Radfahren (53% der Befragten). Auch wenn der Wert dieser Aktivitätsformen nicht unterschätzt werden darf, zeigen die Ergebnisse große Vorsicht im Umgang mit Sport in der Schwangerschaft.

76% aller befragten Frauen reduzieren ihre Bewegungsaktivitäten in der Schwangerschaft leicht oder stark. Dabei ist die Erwartung an Sport und Bewegung sehr hoch: 88% der befragten Frauen sehen positive Effekte für die Schwangerschaft, 86% für sich selbst, 80% für die Geburt und immerhin 69% glauben an positive Effekte von Sport und Bewegung für die spätere Entwicklung des Kindes.

Gründe für Inaktivität sind schwangerschaftsbedingte Beschwerden, Motivationsprobleme und Zeitmangel. Trotz überwiegender Zufriedenheit mit der Betreuung durch die Ärzte beurteilen 35% der Schwangeren die ärztliche Beratung im Hinblick auf Sport und Bewegung als eher schlecht oder sogar schlecht.

Ziel zukünftiger Maßnahmen muss vor allem eine Steigerung der Selbstsicherheit durch noch bessere Aufklärung und eine Reduzierung von erlebten Barrieren gegen Sportaktivität in der Schwangerschaft sein.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Sporthochschule Köln