Das zeigt eine Studie der University of California, die retrospektiv Daten des „California Cancer Registry (CCR)“ analysierte. Die Daten stammten aus den Jahren 1991 bis 1999 und decken etwa 99 Prozent aller Mammakarzinome des US-Bundesstaates Kalifornien aus den genannten Jahren ab. Aus Quellen des Bundesstaates besorgten sich die Wissenschaftler zudem die Daten der Schwangerschaften in diesem Zeitraum und glichen diese mit Hilfe von Versicherungsnummern, Geburtsdaten und anderem mit den Daten der Mammakarzinome ab. Als Mammakarzinome während der Schwangerschaft galten jene, die innerhalb von neun Monaten vor der Geburt bis zu einem Jahr danach auftraten.

Insgesamt wurden während dies Beobachtungszeitraums 797 Fälle eines solchen schwangerschaftsassoziierten Mammakarzinoms entdeckt. Diese verglichen die Studienleiter mit 4.177 Fällen von Mammakarzinomen, die ohne zeitlichen Zusammenhang mit einer Schwangerschaft auftraten. Die beiden Gruppen wurden durchschnittlich 2.297 beziehungsweise 2.671 Tage lang nachbeobachtet.

Jene Tumoren, die im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft entdeckt wurden, hatten signifikant häufiger eine Größe von zwei bis fünf Zentimetern (p kleiner 0.0001) und waren häufiger Östrogen- und Progsteronrezeptor-negativ (p kleiner 0.0001). Solche Fälle wurden seltener brusterhaltend operiert (p kleiner 0.0001). 312 Frauen mit Tumoren während der Schwangerschaft starben an dieser Erkrankung (39 Prozent). Stand der Tumor in keinem zeitlichen Zusammenhang mit einer Schwangerschaft, starben 33 Prozent der Frauen (p gleich 0.002).

Offensichtlich gibt es also Schwangerschafts-Faktoren, die unabhängig von anderen Einflüssen die Prognose eines Mammakarzinoms verschlechtern. Welche dies sind, sollen weitere Studien zeigen.

MEDICA.de; Quelle: Obstetrics & Gynecology 2007, Vol. 109 (4[suppl]), S. 96S