Sechs Säulen der Patientensicherheit

14.09.2015
Foto: Vorsorgemaßnahmen im HDZ NRW

Sicherheitskultur im HDZ NRW: Das Klinikum trifft beispielhafte Vorsorge u.a. in den Bereichen Hygiene, Sturzprävention, Arzneitherapiesicherheit, Kommunikation und Verwechslungsgefahr; © Armin Kühn, Peter Hübbe/HDZ NRW

Das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, ist eingetragener Partner beim Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS), das in diesem Jahr erstmals am 17. September 2015, unterstützt durch das Bundesgesundheitsministerium, den Internationalen Tag der Patientensicherheit ausruft.

"Der Anspruch an die spitzenmedizinische und individuelle Versorgung von Herz- und Diabetespatienten, wie sie in unserem Klinikum geleistet wird, ist sehr hoch", betont Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack. "Die Abläufe auf unseren Stationen wie auch in der ambulanten Versorgung werden immer komplexer und verlangen große Erfahrung und Aufmerksamkeit von unseren Mitarbeitern. Grundsätzlich kann man sagen, dass die große Zahl und das breite Spektrum der Eingriffe, die wir im HDZ durchführen, unseren Patienten ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Das bestätigen unsere Umfragen und Qualitätskontrollen." Darüber hinaus hat das Herz- und Diabeteszentrum NRW eine Reihe von strategischen Maßnahmen zur Patientensicherheit fest etabliert, zu den Schwerpunkten zählen:

Beispiel 1: Hygiene
Im Einsatz für Krankenhaushygiene und bei der Vermeidung von multiresistenten Keimen nimmt das HDZ NRW eine Vorreiterfunktion ein. So wurde es als eine der ersten Spezialkliniken mit dem MRSA-Qualitätssiegel ausgezeichnet und in diesem Jahr erfolgreich rezertifiziert. Mit der – bisher bundesweit einmaligen – Einführung einer flächendeckenden, WLAN-basierten Kontrolle des tatsächlichen Verbrauchs und der Anwendungshäufigkeit von Desinfektionsmitteln hat das Klinikum neue Maßstäbe in der Händedesinfektion gesetzt. Für sein überzeugendes Hygienemanagement, das weit über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts hinausgeht, genießt das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Fachkreisen große Anerkennung.

Beispiel 2: Sturzprävention
Als Spezialeinrichtung für schwerkranke Patienten wird die Prävention von Stürzen und sturzbedingten Verletzungen als wichtige und gemeinsame Aufgabe aller patientennah Beschäftigten im HDZ NRW verstanden. Bereits seit 2009 wird hier mit einem fest etablierten Konzept zum Nachfassen bei Sturzereignissen, zu baulichen Vorkehrungen sowie zu Einarbeitung und Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter eine maßgebliche Vorsorge getroffen.

Beispiel 3: Arzneitherapiesicherheit
Zu den im HDZ erfüllten Zertifizierungsvorgaben für ein Qualitätsmanagementsystem im Krankenhaus zählen spezielle Anforderungen zum Umgang mit Arzneimitteln. Die Herstellung und Vergabe von Medikamenten wird darin als Aufgabe verstanden, in die Ärzte, Fach- und Pflegekräfte, Apotheker und Patienten gleichermaßen eingebunden sind. So werden im HDZ u.a. seit 2013 die Empfehlungen zur Kennzeichnung von Spritzen der Kommission für Arzneimittelsicherheit der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) umgesetzt.

Beispiel 4: Patientenarmbänder
Das Anlegen von Patientenarmbändern zu Beginn der stationären Aufnahme stellt für alle Kliniken des HDZ NRW eine Selbstverständlichkeit dar. So können Verwechslungen von Patienten sicher vermieden werden. Derzeit ist dies noch nicht in allen Krankenhäusern in Deutschland gängige Praxis.

MEDICA.de; Quelle: Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

Mehr Beispiele zum Thema Qualitätsmanagement finden Sie hier: www.hdz-nrw.de