Eine ältere Studie konnte zeigen, dass eine adjuvante Radiotherapie nach radikaler Prostatektomie das progressionsfreie Überleben verlängern kann. Die Zahl der Fernmetastasen blieb aber auch in diesem Fall unbeeinflusst.

Wissenschaftler haben dies nun noch einmal anhand von Daten einer größeren Studie untersucht. 752 Patienten nahmen in den Jahren 1954 bis 1994 daran teil. Alle hatten eine radikale Prostatektomie hinter sich und unterzogen sich danach einer sekundären Radiotherapie. Man verglich sie mit Patienten einer Kontrollgruppe, die zwar ebenfalls eine radikale Prostatektomie hinter sich hatten, aber danach nicht radiotherapeutisch behandelt wurden.

Während des Nachbeobachtungszeitraums zeigte sich, dass das progressionsfreie Überleben der Patienten in allen Untersuchungsgruppen etwa gleich war und bei rund 20 Jahren lag. Die krebsspezifische Überlebenszeit betrug durchschnittlich etwa 22 Jahre und war ebenfalls in allen Gruppen vergleichbar.

Praktisch alle Patienten, ob mit oder ohne sekundäre Radiotherapie, überlebten die Prostatektomie fünf Jahre. Nach zehn Jahren lebten noch 88.9 beziehungsweise 86.8 Prozent der Männer. Sehr vergleichbar auch die Überlebensraten nach 20 Jahren: 92.6 beziehungsweise 81.1 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: European Association of Urology (EAU) 22nd Annual Congress: Abstract 253