15.11.2015

Drägerwerk AG & Co. KGaA Unternehmensbereich Medizintechnik

Sicher atmen

Medical Air Ensure ist eine Anlage zur Aufbereitung medizinischer Druckluft und damit ein Bestandteil des medizinischen Gasversorgungssystems (© Drägerwerk AG & Co. KGaA)

Medical Air Ensure, die neue Konditionierungseinheit für medizinische Druckluft


Lübeck – Beatmung beginnt in der Druckluftanlage – dort, wo aus Luft medizinische Druckluft und damit ein Arzneimittel wird, das direkt dem Patienten zugeführt wird. Mit Medical Air Ensure bringt Dräger eine eigene Konditionierungseinheit für medizinische Druckluft auf den Markt, die das Unternehmen auf der Medica in Düsseldorf (16.-19. November 2015) vorstellt.


Druckluft ist komprimierte Luft, medizinische Druckluft ist komprimierte Luft mit hohen Reinheitskriterien. Sie wird überall dort benötigt, wo in Krankenhäusern, Kliniken und Arztpraxen Menschen beatmet werden. Denn oftmals haben solche Patienten ein schwaches Immunsystem. Die Druckluft muss daher frei von schädlichen Rückständen sein, nur so wird sie zur medizinischen Druckluft und damit zu einem Arzneimittel.


Medical Air Ensure befreit dafür in verschiedenen Filter- und Trockenstufen die Druckluft von Schadgasen, Öl, Wasser und Bakterien. Es ist eine Anlage zur Aufbereitung medizinischer Druckluft und damit ein Bestandteil des medizinischen Gasversorgungssystems.


Individuelle Konfiguration nach Bedarfs- und Umweltparametern
In Krankenhäusern, Pflegeheimen und Kliniken wird medizinische Druckluft rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr benötigt. Der Verbrauch solcher Gesundheitseinrichtungen ist sehr individuell. Daher ist auch jedes ausgelieferte Medical Air Ensure- erät individuell auf die Bedürfnisse des Kunden angepasst. Das betrifft zum einen die Größe und die Baureihe, aber auch die technischen Voreinstellungen. Mit „DryAdjust“ werden genau diese Einstellungen nach Bedarfs- und Umweltparametern – auch unter Berücksichtigung des steigenden CO2-Anteils (siehe Fußnote 1) in der Umgebungsluft – vorgenommen. Die Folge: Medical Air Ensure arbeitet energieeffizient.


Zusätzliche Alarmfunktion
Aufbereitungseinheiten für medizinische Druckluft schlagen Alarm bei Stromausfall oder wenn der Taupunkt (siehe Fußnote 2) überschritten ist. Mit „PressureGuard“ verfügt Medical Air Ensure über eine zusätzliche Alarmfunktion. Es erkennt, wenn es zu einem ungewöhnlichen Druckverlust kommt und meldet den Fehler unverzüglich an das Alarmsystem des Krankenhauses. Der Fehler kann sofort behoben werden, bevor er sich auf die Versorgung mit medizinischer Druckluft auswirkt.


Experte für Druckluftversorgungsanlagen seit mehr als 50 Jahren
Anfang der 1950er Jahre übernehmen zentrale Systeme die medizinische Gasversorgung der Krankenhäuser und Operationssäle. Eine Revolution, denn bisher mussten Ärzte und Pflegepersonal die schweren Druckgasflaschen hin- und hertragen. Dräger nutzt seine Erfahrung aus dem Bereich der Druckgasversorgung und entwickelt die Gasversorgungsanlagen weiter. Mit den Jahren werden die Anlagen immer sicherer und die Qualität der Gase besser. Dräger leistet so einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung von modernen, leistungsfähigen Krankenhäusern. Mit Medical Air Ensure als Bestandteil des medizinischen Gasversorgungssystems geht Dräger diesen Weg weiter.


Hersteller des Medical Air Ensure ist die Drägerwerk AG & Co. KGaA.



Hinweis: Das Produkt, das in dieser Presseinformation erwähnt wird, ist nicht in allen Ländern weltweit verfügbar. Um weitere Informationen zur Verfügbarkeit von Produkten in Ländern außerhalb Deutschlands zu erhalten, besuchen Sie bitte die jeweilige Länder-Webseite oder wenden Sie sich an die lokale Dräger-Vertriebsorganisation.


Fußnoten:


1 Die CO2-Konzentration in der Umgebungsluft steigt weltweit an – häufig kommt ihr Wert sehr nahe an den Grenzwert des Europäischen Arzneibuchs (European Pharmacopoeia) heran. Folglich müssen Konditionierungseinheiten für medizinische Druckluft wie das Medical Air Ensure in der Lage sein, mehr CO2 bei der Erzeugung medizinischer Druckluft abzuscheiden.


2 Wasserdampf ist Bestandteil der Luft. Je wärmer die Luft desto mehr Feuchtigkeit kann sie enthalten. Sinkt die Temperatur, kondensiert ab dem so genannten Taupunkt die Feuchtigkeit. In der freien Natur bilden sich Nebel, Tau oder Regentropfen, in einem technischen Gerät setzt sich Wasser ebenfalls ab. Bei Druckluftanlagen kann das Wasser ins Leitungssystem gelangen mit der Folge, dass sich Aktivkohle und Katalysator vollsaugen und nicht mehr funktionstüchtig sind. Der Grenzwert für den Taupunkt für medizinische Druckluft ist im Europäischen Arzneibuch festgeschrieben, wird dieser überschritten erfolgt ein Alarm.