Die Gesundheit des Herzens und die kognitive Leistungsfähigkeit hängen zusammen. Da liegt es nahe, aus verschiedenen Parametern des kardiovaskulären Systems Risikofaktoren einer Alzheimer-Demenz zu beschreiben und sogar einen Risiko-Score zu entwerfen. Ergebnisse großen Studien liefern nun Daten, die helfen, diesem Ziel nahe zu kommen.

Auf der „10th International Conference on Alzheimer's Disease and Related Disorders (ICAD 2006)“ wurde nun ein „Dementia Risc Score“ vorgestellt, der unter anderem auf Daten der „Cardiovascular Risk Factors Aging and Dementia (CAIDE)“-Studie beruht. 1.409 Personen hatten an dieser Studie teilgenommen. Alle wurden um den 50. Geburtstag herum untersucht und noch einmal 20 Jahre später, zu Zeiten des 70. Geburtstags. Die Studienleiter erhoben verschiedene Parameter mit Blick darauf, ob sie etwas über das Demenzrisiko aussagen können. Schließlich übernahmen sie sieben definierte Risikofaktoren in ihren „Dementia Risc Score“: hohes Alter, Geschlecht, geringe Bildung, hoher systolischer Blutdruck, hohe Gesamt-Cholesterinspiegel, Übergewicht und körperliche Inaktivität. Daraus bastelten die Studienleiter ihren Dementia Risc Score mit Werten von null bis 15. Ein Wert von „null“ bedeutet: kein Demenz-Risiko, „15“ bedeutet höchstes Risiko für Demenz.

Beim Abgleich dieses Scores mit den Personen aus der CAIDE-Studie zeigte sich: Erhöhte Scale-Werte im mittleren Lebensalter korrelieren gut mit einem erhöhten Demenzrisiko im achten Lebensjahrzehnt. Nur ein Prozent jener Probanden, die mit 50 Jahren Score-Werte von null bis fünf hatten, erkrankten 20 Jahre später an einer Demenz. Bei Werten zwischen sechs und sieben liegt das Risiko bei 1,9 Prozent und acht bis neun Punkte auf der 15-Punkt-Skala resultieren in einem Risiko von 4,2 Prozent. Das Risiko einer Demenz steiget auf 7,3 Prozent (zehn und elf Punkte) und bis zu 16,4 Prozent (zwölf bis 15 Punkte).

MEDICA.de; Quelle: 10th International Conference on Alzheimer's Disease and Related Disorders (ICAD 2006)