23.05.2007

Siemens AG Medical Solutions

Siemens-Software beseitigt Stolperfallen im Herz

Syngo DynaCT Cardiac unterstützt bei Behandlung von Herzrhythmusstörungen: Fünf Prozent aller Menschen über 65 leiden weltweit an Vorhofflimmern. Diese Herzrhythmusstörung lässt sich medikamentös behandeln, die Patienten müssen die Arzneien jedoch meist ein Leben lang nehmen. Eine Alternative bietet die Ablationstherapie: Herzmuskelzellen werden im linken Vorhof verödet, um die störenden Leitungsbahnen zu unterbrechen. Doch jeder Patient ist anders. Der Elektrophysiologe muss deshalb die Größe und Form des linken Herzvorhofs während des Eingriffs detailgenau erkennen. Syngo DynaCT Cardiac unterstützt ihn dabei: Die Software von Siemens Medical Solutions stellt den Vorhof dreidimensional dar. Der Mediziner kann das 3-D-Objekt somit von allen Seiten betrachten – auch während einer Intervention.

Syngo DynaCT Cardiac liefert während der Untersuchung an einem angiographischen CBogen-System auf Knopfdruck CT-ähnliche Schnittbilder von einem Organ, das ständig in Bewegung ist. Der Arzt fährt einfach den C-Bogen während der Intervention in einem Halbkreis um den Patienten und akquiriert – optional auch EKG-getriggert – eine definierte Anzahl von Projektionsaufnahmen. Anschließend werden diese Projektionen wie bei einem CT-Scanner zu Schichtbildern und zu einer 3D-Darstellung rekonstruiert und zum Monitor am Angiographiesystem gesandt.

Mit der neuen Software kann der Elektrophysiologe die klinischen Aufnahmen genau in dem Augenblick erstellen, in dem er sie braucht – während der Intervention. Bisher musste sich der Arzt auf klinische Bilder verlassen, die bereits am Vortag oder bei einem früheren Besuch des Patienten beispielsweise mit einem Computer- oder einem Magnetresonanztomographen gemacht wurden. Doch der Zustand der Organe kann sich ständig ändern. Die Bilder können schon am nächsten Tag veraltet sein und der Mediziner muss auf dieser Grundlage seinen Eingriff planen.

Entwickler von Siemens Medical Solutions haben die Software syngo DynaCT seit ihrer Markteinführung 2004 kontinuierlich weiterentwickelt und deren Einsatzmöglichkeiten erweitert. Neben neuroradiologischen Aufnahmen können die Mediziner mit syngo DynaCT auch Weichteilbilder aus dem gesamten Körper erstellen und so u.a. Tumore erkennen. Syngo DynaCT Cardiac erlaubt nun erstmals auch die Darstellung des Herzens. „Das ist ein Meilenstein in der noch kurzen, aber sehr erfolgreichen Geschichte von syngo DynaCT. Einmal mehr zeigt sich die Software vielfältig einsetzbar und behauptet ihren Platz auch über die interventionelle Radiologie hinaus“, sagte Dr. Norbert Gaus, Leiter des Geschäftsgebiets Angiographie, Durchleuchtung und Radiographie bei Siemens Medical Solutions. Für den Einsatz von syngo DynaCT Cardiac eignen sich Angiographiesysteme mit Flachdetektoren von Siemens.

Siemens Medical Solutions ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation und Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Siemens Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz. Siemens Medical Solutions beschäftigt weltweit mehr als 41.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens Medical Solutions nach U.S. GAAP einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €. Weitere Informationen unter: www.siemens.com/medical.