07/09/2007

German Healthcare Export Group e.V. (GHE e.V.)

Siemens: Höhere Diagnosesicherheit in der Kardio-MRT

Funktionsanalysen des Herzens lassen sich in der Magnetresonanztomographie (MRT) jetzt mittels eines neuen Softwaremoduls von Siemens noch schneller als bisher durchführen: „Inline Ventricular Function“ (Inline VF) erlaubt bereits während der Bildaufnahme eine vollautomatische Erkennung der Herzkonturen und ihrer Bewegung. Daher kann der Arzt die Herzfunktion direkt nach dem Scan beurteilen. Bisher mussten die Bilddaten auf Nachbearbeitungs-Rechner überspielt und die Konturen nicht selten manuell nachbearbeitet werden. Die Funktionsdaten gelten als besonders wichtig, wenn es etwa um die Beurteilung eines Myokardinfarkts oder einer Myocarditis geht. Sie sind aber auch bei der Indikationsstellung von ICD-Implantationen (Implantierbarer Cardioverter/Defibrillator) notwendig.

Inline VF ist als Softwaremodul direkt in die Aufnahmesequenz integriert, was die Berechnung der Funktionsdaten bereits während der Bildakquisition ermöglicht. Dabei wird auf den MR-Bildern das Herz automatisch lokalisiert; ebenso erkennt das System Innen- und Außenkonturen und generiert die Funktionsdaten ohne einen zusätzlichen Mausklick. Schon jetzt gilt die MRT als Goldstandard in der Herzfunktionsdiagnostik, durch den effizienteren Ablauf können nun noch mehr Patienten von diesem strahlungsfreien Verfahren in der Kardiologie profitieren.

Eingebettet ist das Softwaremodul Inline VF in syngo BEAT, das sich als Tool für MRTAnalysen des Herzens bewährt hat. In weniger als 30 Minuten können damit Untersuchungen durchgeführt werden – dank intelligenter Algorithmen auch bei Patienten mit Arrhythmien. Syngo BEAT ist vielfältig einsetzbar, etwa zum Nachweis von Myokardnarben (Vitalitätsdiagnostik), zur Abklärung von Thoraxschmerzen (Stress-MRT), zur Differenzialdiagnostik von Kardiomyopathien, zur Beurteilung von kongenitalen Herzerkrankungen sowie zur Ablationsplanung in der Elektrophysiologie.